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Brand in historischem Reetdachhaus in Schenefeld

Feuerwehr kämpft über 10 Stunden gegen Großfeuer, 10 Personen leicht verletzt

Löschangriff von der Frontseite
Foto: Presseportal.de

Pinneberg (ost)

Termin: Montag, 31. August, 2.39 Uhr +++ Ort des Einsatzes: Schenefeld, Nedderstraße +++ Einsatz: FEU 2 R10 (Feuer, zwei Löschzüge, bis 10 Verletzte an der Einsatzstelle)

In Schenefeld mussten in der Nacht zum Montag (31. August) über 60 Einsatzkräfte von zwei Feuerwehren ein Großfeuer an einem historischen Reetdachhaus bekämpfen. Das Gebäude wurde dabei komplett zerstört. Die Feuerwehr rettete 7 Personen aus dem Gebäude. Insgesamt wurden 10 Personen leicht verletzt. Neben zwei Drehleitern wurde auch ein Bagger eingesetzt.

Weitere Informationen: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/22179/6342341

Um 2.39 Uhr wurde der Leitstelle ein Feuer am Dach eines Reetdachhauses in Schenefeld gemeldet. Die Leitstelle alarmierte daraufhin die Feuerwehr Schenefeld mit dem Einsatzstichwort FEU G (Feuer, größer Standard). Eine Person hatte sich bereits selbst gerettet. Ein Feuerwehrmann, der in der Nähe wohnte, eilte zur Rettung weiterer Personen zum Gebäude. Nicht alle Bewohner hatten zu Beginn den Brand bemerkt und mussten geweckt werden. Dank des mutigen Eingreifens des Kameraden konnten alle 8 Personen noch vor dem Eintreffen der restlichen Einsatzkräfte gerettet werden.

Aufgrund von Atemwegsreizungen wurden weitere Rettungskräfte mit dem Einsatzstichwort FEU G Y (Feuer, größer Standard, Menschenleben in Gefahr) hinzugezogen. Auch der Feuerwehrmann, der die Bewohner gerettet hatte, wurde medizinisch untersucht, konnte aber an der Einsatzstelle bleiben. Im weiteren Verlauf des Einsatzes klagte ein weiteres Einsatzmitglied über Kreislaufprobleme. Auch sie konnte vor Ort bleiben.

Das Feuer breitete sich am L-förmigen Gebäude schnell aus und erfasste bald das gesamte Reetdach. Die Feuerwehr Schenefeld bekämpfte das Feuer von allen Seiten. Um genügend Einsatzkräfte und Atemschutzgeräteträger bereitzustellen, wurde um 3.05 Uhr die Feuerwehr Halstenbek alarmiert. Dafür wurde das Einsatzstichwort auf FEU 2 R10 (Feuer, zwei Löschzüge, 6-10 Verletzte an der Einsatzstelle) angepasst.

Gemeinsam bekämpften die Feuerwehren den Brand mit zwei Drehleitern und bis zu 5 C-Strahlrohren von allen Seiten. Ein Übergreifen auf nahegelegene Wohngebäude konnte verhindert werden. Das Reetdachhaus konnte jedoch nicht gerettet werden. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde eine MOWAS-Warnung (Modulares Warnsystem) für den Bereich Schenefeld ausgelöst.

Um die Nachlöscharbeiten zu unterstützen, wurde ein Greifarmbagger angefordert. Dieser begann am Morgen damit, das Dach zu entfernen und Teile des Mauerwerks abzutragen. Das DRK Rellingen versorgte die Einsatzkräfte und Betroffenen mit Getränken und Essen. Um 4.47 Uhr konnte “Feuer unter Kontrolle” gemeldet werden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den Vormittag hin. Erst um 11.53 Uhr konnte “Feuer aus” gemeldet werden, danach dauerten die Aufräumarbeiten der Feuerwehr noch eine Weile an.

Das Haus ist aufgrund des Feuers nicht mehr bewohnbar.

Insgesamt wurden 10 Personen vom Rettungsdienst betreut. Glücklicherweise wurde niemand schwer verletzt und musste nicht ins Krankenhaus gebracht werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen bereits während der Löscharbeiten aufgenommen. Zur Brandursache und Schadenshöhe kann die Feuerwehr keine Angaben machen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung gingen in der Nacht zahlreiche Notrufe aus den umliegenden Gemeinden ein. Daher wurde die MOWAS-Warnung (Modulares Warnsystem) mehrmals erweitert.

Eingesetzte Kräfte: Feuerwehr Schenefeld 35 mit 9 Fahrzeugen, Feuerwehr Halstenbek 29 mit 8 Fahrzeugen, KFV Pinneberg 4 mit 4 Fahrzeugen, DRK OV Rellingen, Rettungsdienst, Polizei

Quelle: Presseportal

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