Beamte entdecken MARPOL-Verstoß auf Schiff im Elbehafen. Sicherheitsleistung von je 2103,50 Euro verhängt.
Brunsbüttel: Schiffsabwässer in Nordsee eingeleitet

Brunsbüttel (ost)
Letzten Freitag stellten Beamte des Wasserschutzpolizeireviers Brunsbüttel bei der Überprüfung eines Schiffes im Elbehafen einen MARPOL-Verstoß fest. Sie begannen ein Ordnungswidrigkeitenverfahren und verlangten eine Sicherheitsleistung.
Im Hafen von Elbe kontrollierten die Beamten einen Bulker, der mit 22 Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von Matarani / Peru nach Brunsbüttel war und mit Zink- und Kupfererz beladen war. Bei der Inspektion der Abwasserbehandlungsanlage stellten die Einsatzkräfte fest, dass der Lüfter aufgrund von technischen Problemen dauerhaft entfernt und durch Decksluft ersetzt wurde. Die Abwasserprobe zeigte, dass die Anlage nicht funktionierte. Die Flüssigdosieranlage zur Desinfektion des gereinigten Abwassers enthielt offensichtlich ein Chlorgemisch, das vermutlich aufgrund von Lagerung und Alterung seine Wirksamkeit verloren hatte, da kein Chlor mehr im behandelten Abwasser und in der reinen Chlorlösung nachweisbar war. Weiterhin ergaben die Ermittlungen, dass über 58 Stunden lang 550 Liter unbehandeltes Abwasser aus dem Schiff in die deutsche Nordsee gelangten. Vor dem Einlaufen in die Elbe wurden die „(nicht) aufbereiteten“ Abwässer im zugelassenen Abwassertank gesammelt. Die Beamten leiteten gegen den Kapitän und den Chief Engineer ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein und verlangten eine Sicherheitsleistung in Höhe von je 2103,50 Euro.
Merle Neufeld
Quelle: Presseportal








