Eine Streife der Bundespolizei kontrollierte einen VW Golf und fand 35 Gramm Cannabisblüten sowie Waffen. Ermittlungsverfahren gegen den 17-jährigen Beifahrer wurden eingeleitet.
Cannabisfund bei Kontrolle in Handewitt

Handewitt (ost)
Am 09.07.2026 kontrollierte eine Streife der Bundespolizeiinspektion Flensburg kurz nach Mitternacht in Handewitt in der Straße „Ellund-Ost“ einen schwarzen VW Golf.
Nachdem der Fahrer das Fenster geöffnet hatte, bemerkten die Bundespolizisten sofort einen typischen Geruch nach Marihuana, der aus dem Auto strömte.
Während der Kontrolle fanden sie beim Beifahrer, einem 17-jährigen irakischen Staatsbürger, unter anderem etwa 35 Gramm Cannabisblüten. Es schien, dass diese zum Verkauf bestimmt waren, da auch eine Feinwaage gefunden wurde. Als Verpackung für den Einzelverkauf sollten offensichtlich mitgeführte Hundekotbeutel dienen. Außerdem wurden ein nicht zugelassenes Reizstoffsprühgerät, ein Messer, das der Jugendliche um den Hals trug, und ein sogenanntes Einhandmesser aus dem hinteren Fußraum entdeckt.
Die strafrechtlich relevanten Gegenstände (Foto) wurden alle von der Bundespolizei beschlagnahmt.
Gegen den 17-Jährigen wurden Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Konsumcannabisgesetz und das Waffengesetz eingeleitet.
Da der Fahrer nicht unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, konnten die Insassen ihre Fahrt fortsetzen.
Die weiteren Ermittlungen werden von der Landespolizei durchgeführt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10944 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 10838 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging von 9931 auf 9644 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 8645 auf 8326, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.944 | 10.838 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 9.931 | 9.644 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.645 | 8.326 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.470 | 7.225 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.175 | 1.101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.664 | 1.795 |
Quelle: Bundeskriminalamt








