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Darknet-Täter in Flensburg festgenommen

Die Kriminalpolizei Flensburg hat am 17. September 2026 einen mutmaßlichen Darknet-Täter festgenommen. Es wurden umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen durchgeführt.

Foto: Depositphotos

Flensburg (ost)

Die Staatsanwaltschaft Itzehoe – Spezialabteilung für die Bekämpfung von Cyberkriminalität – und das Kommissariat 9 der Bezirkskriminalinspektion Flensburg haben am Morgen des 17. September 2026 aufgrund des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs, der gewerbsmäßigen Geldwäsche, der Datenhehlerei sowie weiterer Delikte drei Standorte in Flensburg und der Umgebung von Flensburg durchsucht. Seit August 2024 führen die Bezirkskriminalinspektion Flensburg und die Staatsanwaltschaft Itzehoe Ermittlungen gegen einen 36-jährigen deutschen Verdächtigen aus dem Kreis Schleswig-Flensburg. Der Verdächtige soll seit mindestens 8 Jahren gemeinsam mit anderen Akteuren im Darknet professionelle Betrugsstraftaten über gängige Kleinanzeigenportale geplant, begangen oder durch Bereitstellung der Geldwäscheinfrastruktur ermöglicht haben. Es wurden bereits über 750 Straftaten im Zusammenhang mit dem Verdächtigen ermittelt, mit einem Schaden von mittleren sechsstelligen Euro-Beträgen. Aufgrund dieser Fakten wurde der Verdächtige am 17. September 2026 von Spezialkräften festgenommen. Anschließend wurden umfangreiche Durchsuchungen an drei Standorten durchgeführt, bei denen auch IT-Beweissicherungsspezialisten und Datenträgerspürhunde eingesetzt wurden. Das Hauptziel war die Sicherstellung von Beweismitteln und Vermögenswerten für das laufende Ermittlungsverfahren.

Ein Haftbefehl gegen den Verdächtigen, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Itzehoe von einem Ermittlungsrichter erlassen wurde, wurde vollstreckt. Der Verdächtige wird am 18. September 2026 einem Haftrichter vorgeführt. Während der Durchsuchungen wurden verschiedene Datenträger und Zugangsdaten gefunden und beschlagnahmt. Die Beweismittel werden derzeit analysiert. Durch die Festnahme ist es der Kriminalpolizei Flensburg und der Staatsanwaltschaft Itzehoe gelungen, einen wichtigen Akteur der kriminellen Infrastruktur hinter zahlreichen Online-Betrugsstraftaten aus dem Verkehr zu ziehen. Der Zugriff stellt einen bedeutenden Schlag gegen die Strukturen des digitalen Betrugs dar. Zu den laufenden Ermittlungen werden derzeit keine weiteren Informationen herausgegeben.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 stiegen leicht an. Im Jahr 2022 wurden 2966 Fälle registriert, wovon 815 gelöst wurden. Es gab insgesamt 693 Verdächtige, darunter 475 Männer, 218 Frauen und 137 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 3254, wobei 935 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 814 nahezu konstant, wobei 542 Männer, 272 Frauen und 172 nicht-deutsche Verdächtige beteiligt waren. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit insgesamt 22125 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 2.966 3.254
Anzahl der aufgeklärten Fälle 815 935
Anzahl der Verdächtigen 693 814
Anzahl der männlichen Verdächtigen 475 542
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 218 272
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 137 172

Quelle: Bundeskriminalamt

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