Verletzte nach Reizstoffeinsatz, Polizei sucht Zeugen
Diskothek in Kiel evakuiert

Kiel (ost)
Letzte Nacht ereignete sich in einem Kieler Club eine gefährliche Körperverletzung durch den Gebrauch eines Reizstoffsprühgerätes. Vier Personen wurden leicht verletzt, ein 20-Jähriger wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Diskothek wurde evakuiert. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeuginnen und Zeugen des Vorfalls.
Um 1:45 Uhr erhielten Beamte des 1. Polizeireviers Kiel Informationen darüber, dass es in einer Diskothek im Stadtteil Ravensberg zu mehreren Verletzungen gekommen sei, nachdem Pfefferspray eingesetzt wurde. Vor Ort trafen die Beamten auf insgesamt fünf junge Personen, die über Husten und Reizungen im Hals klagten, nachdem Reizgas im Bereich der Tanzfläche versprüht worden war. Ein 20-jähriger Mann wurde von einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, die anderen Verletzten wurden vor Ort behandelt und dann entlassen. Die Polizei evakuierte den Club und stellte das Reizstoffsprühgerät sicher. Nachdem der Club ausreichend gelüftet war, konnte der Betrieb wieder aufgenommen werden.
Das 1. Polizeirevier Kiel hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Personen, die Hinweise geben können oder Beobachtungen gemacht haben, die zur Aufklärung der Tat beitragen könnten, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0431-1601110 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 stiegen leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, von denen 55 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, darunter 56 Männer und 6 Frauen. 29 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der Mordfälle auf 74, wobei 66 Fälle aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 77 Verdächtige, darunter 67 Männer und 10 Frauen. 28 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70 | 74 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 55 | 66 |
| Anzahl der Verdächtigen | 62 | 77 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 56 | 67 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6 | 10 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 29 | 28 |
Quelle: Bundeskriminalamt








