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DNA-Reihenuntersuchung in Mettenhof nach versuchtem Mord

Einsatzkräfte vollstreckten richterlichen Beschluss zur DNA-Reihenuntersuchung nach Steinwurf auf Streifenwagen. 178 Personen gaben freiwillig DNA-Proben ab.

Foto: Depositphotos

Kiel (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Kiel und der Polizeidirektion Kiel

Am Dienstagmorgen führten Einsatzkräfte der Bezirkskriminalinspektion Kiel mit Unterstützung der Bereitschaftspolizeiabteilung aus Eutin den gerichtlichen Beschluss zur Durchführung einer DNA-Reihenuntersuchung durch, nachdem es in der Nacht vom 1. auf den 2. Juni gegen 0:45 Uhr zu einem Vorfall kam, bei dem ein Pflasterstein auf einen Streifenwagen geworfen wurde.

Alle Bewohner des Mehrfamilienhauses am Kurt-Schumacher-Platz 1, die zum Zeitpunkt des Vorfalls offiziell gemeldet oder tatsächlich dort wohnhaft waren und das 14. Lebensjahr erreicht hatten, waren von dieser Maßnahme betroffen. Die Abgabe der DNA-Proben erfolgte freiwillig. Die Proben werden nach dem Abgleich vernichtet.

Von den 189 Personen, die im Gebäude angetroffen wurden, haben 178 freiwillig ihre DNA-Proben abgegeben. Als nächstes werden die Speichelproben aufbereitet und analysiert, um sie dann mit der DNA am Stein abzugleichen. Eine Speicherung oder ein Abgleich mit anderen Fällen findet nicht statt.

Weitere Einzelheiten werden derzeit nicht veröffentlicht.

Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel Hanna Borgwardt, Staatsanwaltschaft Kiel

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle von Mord registriert, während es im Jahr 2023 bereits 74 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 55 im Jahr 2022 auf 66 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 62 im Jahr 2022 auf 77 im Jahr 2023. Davon waren 56 männliche Verdächtige und 6 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 67 männliche und 10 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 29 im Jahr 2022 und 28 im Jahr 2023 relativ konstant. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Mordfälle in Deutschland registriert – insgesamt 470.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70 74
Anzahl der aufgeklärten Fälle 55 66
Anzahl der Verdächtigen 62 77
Anzahl der männlichen Verdächtigen 56 67
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6 10
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 29 28

Quelle: Bundeskriminalamt

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