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Drogenfunde in Kiel

Einsatzkräfte finden Kokain, Heroin und Cannabis bei Durchsuchungen in Gaarden. Tatverdächtige vorläufig festgenommen, Haftbefehl vollstreckt.

Quelle: Polizeidirektion Kiel
Foto: Presseportal.de

Kiel (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung von der Staatsanwaltschaft Kiel und der Polizeidirektion Kiel

Am Dienstag, dem 15. September 2026, um 12 Uhr, wurden Durchsuchungsbeschlüsse im Stadtteil Gaarden von Einsatzkräften vollstreckt. Hintergrund waren umfangreiche Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Vorherige intensive Ermittlungen wurden vom zuständigen Kommissariat 17 der Bezirkskriminalinspektion Kiel durchgeführt.

Die Durchsuchungsobjekte waren zwei privat genutzte Wohnungen und ein Kiosk in Gaarden. Es besteht der Verdacht des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln aus diesen Objekten.

In den Verkaufswohnungen wurden insgesamt 54 Konsumeinheiten Kokain und ein Einhandmesser sowie ein Reizstoffsprühgerät von den Einsatzkräften gefunden. Auch im Kiosk konnten 15 Konsumeinheiten Kokain, 8 Konsumeinheiten Heroin, ein Block Heroin mit einem Gewicht von 20 Gramm, 6 Konsumeinheiten Cannabis und eine Konsumeinheit Crack sichergestellt werden. Außerdem wurden von den Einsatzkräften diverse Beweismittel und Falschgeld in dreistelliger Höhe sichergestellt.

In den Wohnungen und im Kiosk wurden die entsprechenden Verdächtigen angetroffen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt. In einer der Wohnungen befand sich auch eine 53-jährige Deutsche. Die Überprüfung ihrer Personalien ergab einen offenen Haftbefehl. Die Polizeikräfte brachten die Frau anschließend in eine Justizvollzugsanstalt.

Der Einsatz endete um 15:00 Uhr.

Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel

Michael Bimler, Staatsanwaltschaft Kiel

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 10.838 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank von 9.931 auf 9.644. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 8.645 auf 8.326 zurück, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 7.470 auf 7.225 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1.175 auf 1.101 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1.664 auf 1.795. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Drogenfälle in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.944 10.838
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.931 9.644
Anzahl der Verdächtigen 8.645 8.326
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.470 7.225
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.175 1.101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.664 1.795

Quelle: Bundeskriminalamt

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