Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Drogenhandel aus Pkw in Kiel

Einsatzkräfte stellen 10 Gramm Kokain, Machete und Einhandmesser sicher. Ermittlungsverfahren eingeleitet, Beifahrer vorläufig festgenommen.

Foto: Depositphotos

Kiel (ost)

Am Donnerstag (07.05.26) haben die Einsatzkräfte des 4. Polizeireviers im Stadtteil Gaarden zwei Insassen eines Autos kontrolliert und dabei neben einer Machete und einem Einhandmesser rund 10 Gramm Kokain sichergestellt.

Letzten Donnerstag, gegen 12:30 Uhr, haben Polizeibeamte des 4. Polizeireviers in der Johannesstraße ein Auto angehalten. Kurz zuvor wurden die Insassen des Fahrzeugs dabei beobachtet, wie sie mutmaßlich Betäubungsmittel aus dem Auto verkauften. Bei der folgenden Durchsuchung des Autos fanden die Einsatzkräfte eine Plastiktüte mit mehreren Einheiten Kokain. Außerdem haben die Beamten im Inneren des Autos eine einsatzbereite Machete und ein Einhandmesser gefunden.

Die Gegenstände wurden sichergestellt und ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge mit Waffen wurde eingeleitet.

Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung des 22-jährigen deutschen Fahrers wurden keine weiteren Beweismittel gefunden, daher wurde der Mann nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aufgrund fehlender Haftgründe freigelassen.

Der 20-jährige syrische Beifahrer wurde vorübergehend festgenommen. Die Staatsanwaltschaft beantragte einen Haftbefehl, den das Gericht ablehnte. Der Mann kam frei.

Die weiteren Ermittlungen werden vom Kommissariat 17 der Bezirkskriminalinspektion Kiel und der Staatsanwaltschaft Kiel durchgeführt.

Michael Bimler / Staatsanwaltschaft Kiel Mathias Stöwer / Polizeidirektion Kiel

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 10944 Fälle erfasst, wovon 9931 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 8645, wobei 7470 männliche und 1175 weibliche Verdächtige waren. 1664 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 wurden 10838 Fälle registriert, von denen 9644 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 8326, wobei 7225 männliche und 1101 weibliche Verdächtige waren. 1795 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten registrierten Drogenfälle in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.944 10.838
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.931 9.644
Anzahl der Verdächtigen 8.645 8.326
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.470 7.225
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.175 1.101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.664 1.795

Quelle: Bundeskriminalamt

Karte für diesen Artikel

nf24