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Einbruchserie in Norderstedt, Jugendlicher vorgeführt

Am gestrigen Dienstag ereigneten sich in Norderstedt fünf Einbruchstaten. Ein 16-jähriger Jugendlicher wurde festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt.

Foto: Depositphotos

Bad Segeberg (ost)

Am gestrigen Dienstag (16.07.2024) gab es in Norderstedt fünf bekannte Einbrüche. Ein Jugendlicher (16) und ein Kind (11) wurden vorläufig festgenommen. Der Jugendliche wurde heute in Hamburg dem Haftrichter vorgeführt.

Zwischen 06.00 Uhr und etwa 10.00 Uhr dürften die beiden aus Hamburg stammenden Personen für die Vorfälle im Grasweg, in der Helene-Weber-Straße, in der Rathausallee und in zwei Fällen im Deichgrafenweg verantwortlich sein. In der Rathausallee und in der Helene-Weber-Straße handelte es sich um versuchte Einbrüche, bei denen die Täter gestört wurden. Bei einem Einbruch im Deichgrafenweg wurde Schmuck gestohlen, den die Täter jedoch fast vollständig auf ihrer Flucht verloren haben. Der gefundene Schmuck konnte an die Eigentümerin zurückgegeben werden. Bei einem weiteren Einbruch im Deichgrafenweg wurden zwei Handys und bei einem Einbruch im Grasweg eine Musikbox gestohlen.

Die Verdächtigen wurden mehrmals bei den versuchten Einbrüchen beobachtet. In einem Fall konnten sie sogar fotografiert werden. Aufmerksame Zeugen alarmierten sofort die Polizei über die laufenden Einbrüche. Verschiedene Polizeikräfte wurden unverzüglich in die Gegend entsandt.

Im Rahmen einer sofort eingeleiteten Nahbereichsfahndung wurden sie lokalisiert und nach einer kurzen Flucht zu Fuß festgenommen. Eine der Personen war ein nicht strafmündiges Kind, die andere Person war ein 16-jähriger Jugendlicher. Beide waren der Polizei bereits wegen ähnlicher Vergehen bekannt. Der Jugendliche wurde heute in Hamburg dem Haftrichter vorgeführt, der einen Haftbefehl erließ.

Bemerkenswert an allen 5 Einbrüchen ist, dass die Verdächtigen kein Werkzeug benötigten oder Gewalt anwenden mussten, um in die Häuser zu gelangen. In allen Fällen reichte es anscheinend aus, Fliegengitter zu entfernen, um in die Häuser einzudringen, oder die gekippten Fenster oder Dachfenster, die nicht verriegelt waren, vollständig zu öffnen, um in die Wohnungen oder Häuser zu gelangen.

Hier sind erneut Tipps der Polizei zur Einbruchsprävention:

Bitte schließen Sie beim Verlassen des Hauses immer alle Fenster und Türen. Auch gekippte Fenster sind offene Fenster. Halten Sie die Hauseingangstür von Mehrfamilienhäusern immer geschlossen. Schließen Sie beim Verlassen Ihrer Wohnung, Ihres Hauses immer die Tür ab.

Leeren Sie Briefkästen regelmäßig, insbesondere wenn Sie im Urlaub sind oder längere Zeit nicht zu Hause sind.

Lagern Sie Aufstiegshilfen wie Leitern niemals frei zugänglich und sichtbar für Fremde. Auch unverschlossene Schuppen oder Garagen bieten Einbrechern regelrecht Werkzeuge für den Einbruch.

Hinterlassen Sie keine Nachrichten auf dem Anrufbeantworter oder in sozialen Medien, dass Sie im Urlaub sind. Bitte hinterlassen Sie keinen öffentlich sichtbaren Zettel an Ihrer Tür mit dem Hinweis, dass Sie nicht zu Hause sind. (z.B. eine Notiz für den Postboten, wo das Paket abgelegt werden soll.)

Täuschen Sie Anwesenheit vor: Beleuchtung im und am Haus, eventuell über eine Zeitschaltuhr oder Bewegungsmelder, kann Einbrecher abschrecken. Ein vollständig dunkles Haus lässt darauf schließen, dass niemand zu Hause ist.

Seien Sie aufmerksam! Achten Sie auf verdächtige Personen in Ihrer Nachbarschaft. Zögern Sie nicht, die Notrufnummer 110 anzurufen, wenn Sie verdächtige Beobachtungen machen.

Weitere Informationen und Beratungsangebote der Landespolizei finden Sie unter www.polizei.schleswig-holstein.de im Bereich Prävention – Einbruchschutz.

Quelle: Presseportal

Einbruchstatistiken in Schleswig-Holstein für 2021/2022

Die Einbruchsraten in Schleswig-Holstein stiegen zwischen 2021 und 2022 signifikant an. Im Jahr 2021 wurden 2249 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 bereits 2675 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 385 auf 400. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 341 auf 380, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 293 auf 335 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 48 auf 45 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 129 auf 158. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Einbruchsfällen in Deutschland mit 23528 Fällen.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 2.249 2.675
Anzahl der aufgeklärten Fälle 385 400
Anzahl der Verdächtigen 341 380
Anzahl der männlichen Verdächtigen 293 335
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 48 45
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 129 158

Quelle: Bundeskriminalamt

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