Am Montag kam es auf der BAB 23 zu gefährlichen Fahrmanövern. Ein Autofahrer nötigte einen anderen durch dichtes Auffahren, Lichthupe und Blaulicht.
Elmshorn: Autobahn Nötigung durch Lichthupe und Blaulicht

BAB 23 (ost)
Am Montag (19.01.2026) ereigneten sich gefährliche Fahrmanöver auf der Autobahn 23 in Richtung Heide. Ein Autofahrer soll einen anderen Verkehrsteilnehmer durch dichtes Auffahren, Betätigen der Lichthupe und anschließendes Ausbremsen genötigt haben. Es besteht auch der Verdacht der Amtsanmaßung, da ein Blaulicht widerrechtlich verwendet wurde.
Nach den bisherigen Informationen der Polizei fuhr ein 37-jähriger Mann aus Glückstadt mit seinem Auto auf der BAB 23 in Richtung Heide. Während er überholte, näherte sich von hinten auf der linken Spur ein schwarzer BMW der 7er-Reihe. Der BMW-Fahrer fuhr dicht auf und benutzte mehrmals die Lichthupe. Nachdem beide Fahrzeuge wieder auf die rechte Spur gewechselt waren, bremste der Fahrer des BMW den Vorausfahrenden aus und versuchte dann, ihn mit eingeschaltetem Blaulicht zum Anhalten zu zwingen.
Der 37-Jährige reagierte nicht auf das Fahrverhalten, setzte seine Fahrt fort und informierte sofort über den Notruf die Polizei.
Im Zuge einer sofortigen Fahndung konnte eine Streifenwagenbesatzung der Polizei Brunsbüttel den gesuchten BMW im Stadtgebiet Brunsbüttel anhalten und überprüfen. Am Steuer saß ein 33-jähriger Staatsangehöriger der Türkei.
Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Itzehoe wurde das Fahrzeug durchsucht. Dabei fanden die Einsatzkräfte im Handschuhfach ein Blaulicht (Rundumleuchte) sowie eine dazugehörige Fernbedienung, die beschlagnahmt wurden.
Der 33-Jährige wird nun in einem Strafverfahren wegen mutmaßlicher Nötigung und Amtsanmaßung zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Die Ermittlungen werden vom Polizei-Autobahn- und Bezirksrevier Elmshorn durchgeführt.
Zeugen sowie andere Verkehrsteilnehmer, die Hinweise zum Fahrverhalten des schwarzen BMW 7er mit „MED“-Kennzeichen geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 04121 / 4092-0 bei der Polizei zu melden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon entfallen 3.356 Unfälle auf Personenschäden, was 10,23% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 1.230 Fälle aus, was 3,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel sind mit 292 Fällen oder 0,89% vertreten. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 27.916 Fälle, was 85,13% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Todesfälle, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








