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Elmshorn – Durchsuchungsbeschluss vollstreckt

Ordnungsamt und Kriminalpolizei Elmshorn handeln gegen unerlaubten Verkauf von Vapes an Jugendliche. Mobiltelefon beschlagnahmt.

Foto: unsplash

Elmhorn (ost)

Im Rahmen eines gemeinsamen Einsatzes haben das Ordnungsamt und die Ermittlungsgruppe Jugend der Kriminalpolizei Elmshorn einen richterlich angeordneten Durchsuchungsbeschluss im Zusammenhang mit dem unerlaubten Verkauf von Vapes an Jugendliche vollstreckt.

Hintergrund der Maßnahme waren konkrete Erkenntnisse darüber, dass ein Jugendlicher E-Zigaretten beziehungsweise Vapes an andere Jugendliche weiterverkauft haben soll. Der Verkauf und die Abgabe von E-Zigaretten an Minderjährige sind nach dem Jugendschutzgesetz verboten.

Ein Mobiltelefon wurde beschlagnahmt und weiter ausgewertet.

“Jugendschutz bedeutet für uns nicht, erst dann einzuschreiten, wenn sich problematische Strukturen verfestigt haben. Wer Vapes an Minderjährige verkauft, muss damit rechnen, dass wir genau hinschauen und konsequent handeln. Unser Ziel ist dabei nicht, Jugendliche zu kriminalisieren, sondern andere Jugendliche zu schützen und klarzumachen: Der Verkauf an Minderjährige ist kein Kavaliersdelikt.”, erklärt Kevin Schulz, Bediensteter des Ordnungsamtes.

Die gemeinsame Maßnahme von Ordnungsamt und Ermittlungsgruppe Jugend der Kriminalpolizei Elmshorn soll zugleich ein deutliches Signal setzen: Auch vermeintlich private oder informelle Verkaufsstrukturen unter Jugendlichen bleiben nicht unbeachtet. Hinweise auf den Verkauf oder die Abgabe von Vapes und anderen für Minderjährige verbotenen Produkten können von den zuständigen Behörden geprüft und entsprechende Maßnahmen nach sich ziehen.

Die Ermittlungen im konkreten Fall dauern an

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle erfasst, wovon 9.931 aufgeklärt werden konnten. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 8.645, wovon 7.470 männlich und 1.175 weiblich waren. Nicht-deutsche Verdächtige machten 1.664 aus. Im Jahr 2023 wurden 10.838 Fälle gemeldet, wovon 9.644 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 8.326, wovon 7.225 männlich und 1.101 weiblich waren. Nicht-deutsche Verdächtige stiegen auf 1.795. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.944 10.838
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.931 9.644
Anzahl der Verdächtigen 8.645 8.326
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.470 7.225
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.175 1.101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.664 1.795

Quelle: Bundeskriminalamt

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