Ein Fahrzeugführer entzieht sich der Polizeikontrolle, fährt mit überhöhter Geschwindigkeit und wird vorläufig festgenommen. Es werden Falschgeld, Arzneimittel und Drogen gefunden.
Elmshorn: Festnahme nach Flucht vor der Polizei

Elmshorn (ost)
Am Montagabend (27.07.2026) versuchten Beamte des Polizeireviers Elmshorn, den Fahrer eines Fahrzeugs zu kontrollieren. Allerdings entzog sich der Fahrer der Kontrolle durch Flucht und fuhr mit erheblich überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Neuendorf. Später konnte er bei einer Flucht zu Fuß gestellt und vorläufig festgenommen werden. Es stellte sich heraus, dass der Mann keinen Führerschein besitzt und zuvor Drogen konsumiert hatte. Zusätzlich fanden die Beamten Falschgeld und Medikamente bei dem Verdächtigen.
Kurz vor 21:30 Uhr standen zwei Polizeibeamte des Polizeireviers Elmshorn mit ihrem Streifenwagen an der Ampelkreuzung Gerberstraße/Flamweg. Sie beobachteten einen weißen Mercedes, der aus dem Flamweg kommend nach links in die Gerberstraße abbog. Dabei erkannten sie den Fahrer wieder, über den bekannt war, dass er keine Fahrerlaubnis hat. Die Polizisten entschieden sich für eine Kontrolle des Fahrers und drehten ihren Streifenwagen um. Der Fahrer des Mercedes beschleunigte daraufhin.
Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und stellten dabei Geschwindigkeiten von teilweise weit über 100 km/h fest. Außerhalb der Stadt sogar mindestens 180 km/h. Letztendlich endete die Fahrt des Mannes auf einem Firmengelände bei Neuendorf, wo er das Fahrzeug zurückließ und zu Fuß flüchtete. Die Polizisten rannten hinterher und konnten den Mann schließlich auf einem angrenzenden Feld stellen und vorläufig festnehmen. Der Autofahrer ist ein 34-jähriger russischer Staatsbürger mit überwiegendem Aufenthalt in Elmshorn.
Während der folgenden polizeilichen Maßnahmen stellte sich heraus, dass der 34-Jährige unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Zudem bestätigte sich der Verdacht, dass er ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs war. Bei Durchsuchungen seiner Person und des Fahrzeugs fanden die Einsatzkräfte eine Vielzahl an verschreibungspflichtigen Tabletten, Bargeld im mittleren vierstelligen Bereich, verschiedene Mobiltelefone sowie eine Machete und ein Messer. Bei genauerer Untersuchung stellte sich heraus, dass fast die Hälfte des Geldes Falschgeld war. Die Beamten stellten die Gegenstände und das Falschgeld sicher. Das echte Bargeld wurde beschlagnahmt.
Der Elmshorner verbrachte die Nacht in Polizeigewahrsam. Zudem wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Nach Anhörung bei der Staatsanwaltschaft Itzehoe wurde der Mann aufgrund fehlender Haftgründe aus dem Gewahrsam entlassen. Gegen den 34-Jährigen leitete die Polizei verschiedene Strafverfahren ein. Ihm werden das Fahren ohne Fahrerlaubnis und unter dem Einfluss berauschender Mittel, die Teilnahme an einem verbotenen Autorennen, der illegale Besitz und Handel mit Arzneimitteln sowie das Verschaffen von Falschgeld vorgeworfen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10944 Fälle erfasst, wovon 9931 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 8645, wobei 7470 männliche und 1175 weibliche Verdächtige waren. 1664 Verdächtige waren nicht deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 wurden 10838 Fälle registriert, von denen 9644 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 8326, wobei 7225 männliche und 1101 weibliche Verdächtige waren. 1795 Verdächtige waren nicht deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.944 | 10.838 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 9.931 | 9.644 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.645 | 8.326 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.470 | 7.225 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.175 | 1.101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.664 | 1.795 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Im Jahr 2023 gab es insgesamt 32.794 Verkehrsunfälle in Schleswig-Holstein. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% aller Unfälle entspricht. 292 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,89% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916 Fälle, was 85,13% entspricht. Innerorts ereigneten sich 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








