Ein 30-jähriger Mann wurde in Elmshorn vorläufig festgenommen, da er mit Betäubungsmitteln handelte und sich illegal in Deutschland aufhielt.
Elmshorn: Festnahme wegen Drogenhandels

Elmshorn (ost)
Am Montag (21.09.2026) wurde ein 30-jähriger Mann von Polizeibeamten des Polizeireviers Elmshorn am Elmshorner Bahnhof kontrolliert. Bei der Durchsuchung der Person fanden sie nicht nur Bargeld, sondern auch verschiedene Betäubungsmittel, die in Konsumeinheiten verpackt waren. Außerdem stellten die Beamten fest, dass sich der Mann illegal in Deutschland aufhielt. Er wurde vorläufig festgenommen und zur Dienststelle gebracht, um weitere polizeiliche Maßnahmen zu ergreifen.
Im Rahmen der bestehenden Besonderen Aufbauorganisation zur Stärkung der subjektiven Sicherheit (“BAO SuSi”) waren am Montag gegen 13:55 Uhr vier Beamtinnen und Beamte des Polizeireviers Elmshorn zu Fuß in der Mühlenstraße in der Nähe des Bahnhofs unterwegs. Dieser Bereich wurde als Kontrollbereich eingestuft. Während des Fußpatrouillengangs bemerkten die Beamtinnen und Beamten einen Mann, der von der Mühlenstraße in Richtung des Gleisunterführungsbereichs ging, und kontrollierten ihn.
Da der 30-jährige Mann türkischer Staatsbürger angab, sich illegal in Deutschland aufzuhalten, sollte er nach möglichen Aufenthaltsgenehmigungen durchsucht werden. Dabei wurden verschiedene Mengen an Betäubungsmitteln gefunden, die in kleinen Konsumeinheiten verpackt waren. Es handelte sich um Heroin, Kokain und Cannabisblüten im zweistelligen Grammbereich. Außerdem hatte er einen dreistelligen Bargeldbetrag in unterschiedlichen Stückelungen bei sich.
Daraus ergab sich der Verdacht des illegalen Drogenhandels. Nach Informationen bei der Staatsanwaltschaft Itzehoe erließ ein Bereitschaftsrichter einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des 30-jährigen Mannes. Obwohl Hinweise auf einen dauerhaften Aufenthalt in Elmshorn vorlagen, fanden die Polizisten keine weiteren relevanten Gegenstände für das laufende Ermittlungsverfahren.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Itzehoe wurden das Bargeld, die Drogen und zwei Mobiltelefone, die der 30-Jährige bei sich hatte, von der Polizei beschlagnahmt. Außerdem wurde der Mann erkennungsdienstlich behandelt. Da seine aktuelle Meldeadresse in Hagen war, wurde er nach Absprache mit der zuständigen Zuwanderungsbehörde und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Itzehoe mit einer Meldeauflage aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen.
Der 30-jährige Mann erwartet nun strafrechtliche Verfahren wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts und des unerlaubten Besitzes sowie des verbotenen Handels mit Betäubungsmitteln.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 10.838 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 9.931 auf 9.644. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 8.645 auf 8.326 zurück, wobei der Großteil der Verdächtigen männlich war. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.944 | 10.838 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 9.931 | 9.644 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.645 | 8.326 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.470 | 7.225 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.175 | 1.101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.664 | 1.795 |
Quelle: Bundeskriminalamt








