Der Kampfmittelräumdienst entschärft eine 1,8 Tonnen schwere britische Bombe auf der Kieler Förde. Anwohner müssen ihre Häuser verlassen und Schiffe die Schleuse meiden.
Entschärfung einer Bombe auf der Kieler Förde: Evakuierung von 170 Anwohnern und 1500 Personen aus Heikendorf

Kiel (ost)
Am kommenden Dienstag, dem 26.03.24, wird eine Bombe in der Kieler Förde vom Kampfmittelräumdienst entschärft. Etwa 170 Personen aus dem Stadtteil Kiel-Holtenau und ungefähr 1500 Personen aus Heikendorf müssen ihre Wohnungen verlassen. Auch die Schleuse in Holtenau und die Kieler Förde sind von der Sperrung betroffen.
Angestellte des Marinearsenals haben diese Woche im Bereich des Molenkopfes einen verdächtigen Gegenstand entdeckt. Nach der Auswertung durch die Experten des Kampfmittelräumdienstes handelt es sich um eine 1,8 Tonnen schwere britische Bombe. Der Blindgänger ist zwei Meter lang und hat insgesamt drei Zünder.
Um die Bombe zu entschärfen, muss sie zunächst mit einem Kran auf einen schwimmenden Ponton gehoben und zur Höhe Holtenauer Reede in die Förde gezogen werden. Nachdem der Ponton auf Stelzen gesichert und verankert ist, kann die Entschärfung der Bombe durch die Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes erfolgen.
In einer gemeinsamen Besprechung haben Vertreter des Kampfmittelräumdienstes, der Polizei, der Stadt Kiel und des Kreises Plön, der Feuerwehr, des Rettungsdienstes, der KVG, des Wasserschifffahrtsamtes, des Seehafens Kiel und weiterer beteiligter Stellen festgelegt, dass die Bombe am Dienstag entschärft wird.
Bis 10 Uhr müssen alle Bewohner im markierten Bereich ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Zur gleichen Zeit werden die Straßensperrungen von der Polizei eingerichtet. Ab dem Leuchtturm Friedrichsort ist die Kieler Förde von See kommend gesperrt. Auch der Schleusenbereich des NOK´s ist betroffen. Ein Ein- oder Ausschleusen ist nicht möglich. Besatzungsmitglieder der anliegenden Schiffe im abgesperrten Bereich müssen ebenfalls die Schiffe verlassen.
Sobald sichergestellt ist, dass sich niemand mehr im Sperrbereich aufhält, beginnen die Experten des Kampfmittelräumdienstes mit der Entschärfung der Bomben. Angaben zur Dauer können nicht gemacht werden. Anwohner sollten sich jedoch auf eine mehrstündige Abwesenheit vorbereiten und an Nahrung, Getränke und benötigte Medikamente denken.
Für diejenigen, die während der Entschärfung keine andere Unterkunft finden können, stehen auf dem Westufer in Kiel-Holtenau ab 9 Uhr das Gemeindehaus in der Kanstanienallee 18 und auf dem Ostufer der Ratssaal des Rathauses in Heikendorf, Dorfplatz 2, am Dienstag ab 8 Uhr als Ersatzunterkunft zur Verfügung.
Anwohner aus Holtenau, die Hilfe beim Verlassen ihrer Wohnungen benötigen, werden gebeten, sich frühzeitig unter 0431 / 5905 555 beim Servicetelefon der Kieler Berufsfeuerwehr zu melden. Die Nummer ist Montag im Zeitraum von 8 bis 16 Uhr sowie Dienstag ab 07 Uhr erreichbar. Anwohner aus Heikendorf, die Hilfe beim Verlassen ihrer Wohnungen benötigen, werden gebeten, sich frühzeitig unter 04348-709400 beim Servicetelefon des Amtes Schrevenborn zu melden. Diese Nummer ist Montag von 7-16 Uhr und am Dienstag ab 7 Uhr erreichbar.
Mitarbeiter der Stadt Kiel und des Kreises Plön verteilen ab heute mehrsprachige Handzettel an alle betroffenen Haushalte. Die Bevölkerung wird auch über Warn-Apps informiert. Da erfahrungsgemäß nicht alle Betroffenen durch Medien und Handzettel erreicht werden, wird darum gebeten, sich gegenseitig zu informieren. Insbesondere soll an die Menschen gedacht werden, die kein Deutsch sprechen. Weitere Informationen zur Entschärfung sind auf der Homepage der Stadt Kiel unter www.kiel.de/entschaerfung verfügbar.
Eventuelle Fahrplanänderungen des ÖPNV werden von den betroffenen Unternehmen auf ihren jeweiligen Online-Auftritten (www.kvg-kiel.de / www.vkp.de) mitgeteilt.
Die Polizei wird am Evakuierungstag in den Sozialen Medien über den Fortgang des Einsatzes informieren. Die Facebook-Seite der Polizei Kiel und Plön ist unter http://t1p.de/pdkielfacebook abrufbar, der Twitter-Account lautet @SH_Polizei.
Ein Presseteam der Polizeidirektion Kiel ist am Einsatztag unter den bekannten Telefonnummern erreichbar und befindet sich ab 10 Uhr am Wasserschutzpolizeirevier Kiel, Arwed-Emminghaus-Weg 11, 24105 Kiel. Pressevertreter haben nach der Entschärfung die Möglichkeit, O-Töne der Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes zu erhalten.
Stephanie Lage
Kontakt:
Polizeidirektion Kiel
Pressestelle
Gartenstraße 7
24103 Kiel
Tel. +49 (0) 431 160 2010
E-Mail pressestelle.kiel.pd@polizei.landsh.de
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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2022
Im Jahr 2022 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 82.697 Verkehrsunfälle. Davon waren 11.651 Unfälle mit Personenschaden, was 14,09% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,12% der Gesamtzahl aus, was 1.753 Unfällen entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 382 Fällen oder 0,46% aller Unfälle relativ selten. Die meisten Unfälle, nämlich 83,33%, waren Übrige Sachschadensunfälle, was 68.911 Unfällen entspricht. Innerorts ereigneten sich 55.688 Unfälle (67,34%), außerorts (ohne Autobahnen) 23.501 Unfälle (28,42%) und auf Autobahnen 3.508 Unfälle (4,24%). Bei den Verkehrsunfällen wurden insgesamt 102 Menschen getötet, 1.947 Personen schwer verletzt und 12.627 leicht verletzt.
| 2022 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 82.697 |
| Unfälle mit Personenschaden | 11.651 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.753 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 382 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 68.911 |
| Ortslage – innerorts | 55.688 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 23.501 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.508 |
| Getötete | 102 |
| Schwerverletzte | 1.947 |
| Leichtverletzte | 12.627 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








