Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Erlangen: Trickbetrug in Lübeck

Polizei warnt vor Betrugsmaschen und gibt Verhaltenstipps. Ermittlungen zu zwei herausragenden Betrugsdelikten laufen.

Foto: Depositphotos

Lübeck (ost)

In Lübeck gab es in der vergangenen Woche zwei bemerkenswerte Betrugsfälle. Am Freitag (14.02.2025) wurde ein vollendeter Betrug mit einem Schaden von über 130.000EUR verzeichnet. Am Mittwoch (12.02.2025) konnte ein Bankmitarbeiter die Tat verhindern.

Am Freitagnachmittag (14.02.2025) wurde in Lübeck ein vollendeter Betrug durch die Betrugsmasche „falsche Polizeibeamte“ begangen. Die Verdächtigen setzten den Lübecker telefonisch unter Druck und zwangen ihn dazu, verschiedene Wertgegenstände an eine falsche Polizeibeamtin zu übergeben. Die Täter erlangten Schmuck im Wert von über 130.000EUR.

Um 16:30 Uhr erhielt der 97-jährige Geschädigte einen Anruf von einem Mann. Dieser behauptete, dass die Polizei Hinweise auf einen geplanten Einbruch in sein Haus habe. Aus diesem Grund sollte er seine Wertsachen dem 2. Polizeirevier Lübeck übergeben, wo sie sicher aufbewahrt würden.

Kurz darauf erschien eine angebliche Polizeibeamtin bei ihm und nahm Schmuck und andere Wertgegenstände entgegen.

Als die alarmierten Polizisten kurz darauf beim Geschädigten eintrafen, war das Gespräch mit den Betrügern noch im Gange. Eine sofortige Nahbereichsfahndung nach Verdächtigen verlief ergebnislos.

Das Kommissariat 14 der Bezirkskriminalinspektion Lübeck ermittelt wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs.

Die Ermittler hoffen nun auf Hinweise aus der Bevölkerung. Die verdächtige Abholerin wurde als etwa 1,70 m groß, etwa 25 Jahre alt, schlank, mit kinnlangen, hellblonden Haaren beschrieben. Sie trug einen auffällig roten Jogginganzug und beherrschte die deutsche Sprache nur gebrochen. Es wird angenommen, dass sie einen osteuropäischen Hintergrund hat. Wer hat in der Schönböckener / Bruckner Straße verdächtige Beobachtungen gemacht oder kann Informationen zur Abholerin geben? Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter der Rufnummer 0451-1310 oder per E-Mail an k14-saem.luebeck.bki@polizei.landsh.de entgegen.

Zwei Tage zuvor (12.02.2025) gab es einen ähnlichen Betrugsversuch durch einen Schockanruf, der dank eines aufmerksamen Bankmitarbeiters verhindert werden konnte.

Eine 83-jährige Lübeckerin wurde mehrmals von einem unbekannten Anrufer kontaktiert. Der Verdächtige teilte ihr mit, dass ihr Neffe bei einem Verkehrsunfall eine Person getötet und dann vom Unfallort geflohen sei. Er sei jedoch ermittelt und festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft habe eine Kaution von 10.000EUR festgesetzt.

Die 83-jährige Frau begab sich daraufhin in eine Bankfiliale in Lübeck und hob die geforderte Summe von ihrem Sparbuch ab. Der auszahlende Mitarbeiter fragte mehrmals nach, warum sie so viel Geld benötige.

Sie erklärte schließlich, dass sie das Geld für die Kaution brauche, um ihren Neffen aus der Haft zu holen. Der aufmerksame Mitarbeiter informierte die Polizei über den Vorfall und wartete gemeinsam mit der Frau auf das Eintreffen der Beamten.

Schließlich konnte die Frau Kontakt zu ihrem Neffen aufnehmen, der die ganze Zeit über bei der Arbeit war, und das Geld zurückzahlen.

Die Kriminalpolizei ermittelt in diesem Fall wegen des Verdachts des versuchten Betrugs.

Im Zusammenhang mit den Trickbetrugstaten bittet die Polizei darum, folgende Präventionstipps zu beachten:

Die Präventionsstelle der Polizeidirektion Lübeck bietet Vorträge zur Verhinderung von Trickbetrug an. Diese Vorträge können von Vereinen, Kirchengemeinden und Gruppen kostenlos gebucht werden. Zielgruppe sind nicht nur ältere Menschen, sondern auch Angehörige.

Die Präventionsstelle ist während der Geschäftszeiten unter der Telefonnummer 0451-131 1400 erreichbar. Termine können auch per E-Mail unter SG14.Luebeck.PD@polizei.landsh.de angefragt werden.

Weitere kostenlose Präventionstipps finden Sie unter www.polizei-beratung.de.

Quelle: Presseportal

Karte für diesen Artikel

nf24