Ein 78-jähriger Mann wurde Opfer eines Betrugsanrufs, bei dem fast 50.000 Euro Schaden entstand. Die Polizei warnt vor solchen Geldforderungen und bittet um Hinweise.
Eutin: Hoher Schaden durch Schockanruf – Polizei ermittelt

Lübeck (ost)
Am Nachmittag des 16.10.2024 erhielt ein 78-jähriger Mann aus Scharbeutz einen Anruf, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass ein Familienmitglied in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelt war und er nun eine hohe Kaution zahlen müsse. Die Ermittlungen wurden vom Kommissariat 14 in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizeistelle Eutin aufgenommen und Zeugen werden gesucht.
Es wurde vereinbart, dass am selben Abend in Lübeck Bargeld und wertvolle Uhren übergeben werden sollten, nachdem diese angeblich begutachtet worden waren.
Um 19.30 Uhr wurde der 78-jährige Scharbeutzer im Bereich Obertrave/Marlesgrube in Lübeck von einem unbekannten Mann im Alter von etwa 28-30 Jahren angesprochen, der aus der Marlesgrube kam. Der Mann sprach akzentfrei Deutsch, hatte ein westeuropäisches Aussehen und trug dunkle Kleidung sowie einen dunklen Rucksack. Der Scharbeutzer übergab ihm das Geld und die Uhren. Der Verdächtige wurde dabei beobachtet, wie er etwa 150 m die Marlesgrube entlang ging und dann aus dem Sichtfeld verschwand. Möglicherweise hielt er sich bereits vor der Übergabe in der Gegend auf und telefonierte.
Es entstand ein Schaden von fast 50.000 Euro.
Die Polizei warnt eindringlich davor:
Beamte der Strafverfolgungsbehörden würden niemals telefonisch Geld von Ihnen verlangen, um ihre Arbeit zu unterstützen.
Reagieren Sie nicht auf solche Forderungen und leisten Sie keine Zahlungen.
Notieren Sie sich die Rufnummer, den Namen und die Dienststelle des Anrufers und geben Sie diese Informationen an Ihre örtliche Polizeidienststelle weiter.
Sprechen Sie mit Ihren Eltern, Großeltern oder Verwandten über die Gefahren von betrügerischen Anrufen.
Hinweise nimmt das Kommissariat 14 der Kriminalpolizei Lübeck unter der zentralen Rufnummer 0451/131 0 entgegen.
Quelle: Presseportal








