Am vergangenen Wochenende ereigneten sich zwei Unfälle in Kiel, bei denen Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln standen.
Fahrzeugführer verunfallen in Kieler Stadtgebiet

Kiel (ost)
Am vergangenen Wochenende gab es in Kiel zwei Unfälle, bei denen die Fahrer wahrscheinlich unter dem Einfluss von Drogen standen.
Am Samstag, dem 16.05.2026, gegen 11:00 Uhr, fuhr ein 24-jähriger deutscher E-Scooter-Fahrer auf dem Knooper Weg in Richtung Exerzierplatz. Dort kollidierte er mit einem Auto in der Fleethörn-Straße. Zuerst versuchte der E-Scooter-Fahrer auf dem Bürgersteig zu fliehen, wo er dann mit einem Fußgänger zusammenstieß. Der Fußgänger blieb unverletzt.
Während der Unfallaufnahme erhärtete sich der Verdacht der Beamten des 2. Polizeireviers, dass der 24-Jährige unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Ein Polizeiarzt nahm ihm eine Blutprobe. Er muss sich nun in einem Strafverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs infolge des Konsums von berauschenden Mitteln und der unerlaubten Entfernung vom Unfallort verantworten.
Am Sonntagmorgen, gegen 08:40 Uhr, kam ein 25-jähriger rumänischer BMW-Fahrer auf dem Skandinaviendamm in Höhe des Mettenhofzubringers von der Straße ab und kollidierte mit einer Ampelanlage. Zuvor war er aus Melsdorf kommend stadteinwärts auf dem Skandinaviendamm unterwegs. Sowohl am Auto als auch an der Ampelanlage entstanden erhebliche Schäden. Der Fahrer und sein Beifahrer blieben unverletzt.
Am Unfallort erhärtete sich der Verdacht der Beamten des 3. Polizeireviers Kiel, dass der Fahrer unter dem Einfluss von Alkohol und anderen Drogen stand. Ein Atemalkoholtest ergab einen Promillewert von 1,77. Ein Polizeiarzt nahm ihm auf der Polizeiwache eine Blutprobe. Außerdem wurde sein Führerschein von der Polizei beschlagnahmt. Der 25-jährige Mann muss sich nicht nur wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs durch den Konsum von Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln verantworten, sondern auch wegen des Verdachts der unerlaubten Entfernung vom Unfallort, da er sich zuvor in einem Gebüsch versteckt hatte.
Magnus Gille
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 292 Fällen registriert, was 0,89% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916, was 85,13% aller Unfälle entspricht. In der Ortslage innerorts ereigneten sich 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen wurden 400 Unfälle (1,22%) verzeichnet. Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








