Bei der Kontrolle eines Lastkraftwagens auf der Bundesstraße 5 am Parkplatz Bredstedt wurden 58 Kilogramm Kokain mit einem Straßenverkaufswert von rund 4,6 Millionen Euro sichergestellt.
Flensburg: 58 Kilogramm Kokain sichergestellt

Kiel, Flensburg, Rendsburg, Schleswig-Holstein (ost)
Bei der Kontrolle eines Lastkraftwagens auf der Bundesstraße 5 am Parkplatz Bredstedt stellten Einsatzkräfte der Gemeinsamen Fahndungsgruppe Autobahn (GFA) Schuby am 30. Januar 2026 58 Kilogramm Kokain mit einem Straßenverkaufswert von rund 4,6 Millionen Euro sicher.
Das Rauschgift war in 50 einzelnen Paketen verpackt, in drei Umzugskartons verstaut und zwischen der Ladung auf der Ladefläche verborgen.
Die zivilen Streifen der GFA lotsten den auf der Bundesstraße 5 in Richtung Norden fahrenden Sattelzug auf einen nahegelegenen Parkplatz, wo das Fahrzeug kontrolliert wurde.
Der 63-jährige Fahrer, kubanischer Staatsangehöriger und alleiniger Insasse des Fahrzeugs, gab an, die Ladung in Hamburg übernommen zu haben. Ziel der Fahrt sei Dänemark gewesen. Nach seinen Angaben bestand die Fracht aus acht Paletten Dämmwolle.
Bei der Kontrolle fielen den Einsatzkräften jedoch die zwischen den Paletten versteckten Umzugskartons auf. Beim Öffnen eines Kartons fanden sie mehrere kleinere Gewebetaschen mit szenetypisch verpackten Kokainpäckchen.
„Im Drogenhandel werden zunehmend professionell organisierte Transporte im regulären Warenverkehr genutzt“, so Robert Dütsch, Leiter des Hauptzollamts Kiel. „Legale Fracht dient dabei gezielt als Tarnung, um Rauschgift unauffällig über Landesgrenzen hinweg zu verbringen.“
Das Rauschgift wurde sichergestellt. Der Fahrer wurde vorläufig festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Flensburg ordnete der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Flensburg die Untersuchungshaft gegen den Beschuldigten an.
„Bei dem Aufgriff handelt es sich um einen hervorragenden Erfolg der Gemeinsamen Fahndungsgruppe Autobahn Schuby“, so Dütsch weiter. „Die enge Abstimmung von Zoll, Bundespolizei und Landespolizei erlaubt spontane Kontrollen direkt aus dem fließenden Verkehr.“
Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Hamburg -Dienstsitz Kiel – im Auftrag der Staatsanwaltschaft Flensburg.
Zusatzinformation:
Die Gemeinsame Fahndungsgruppe Autobahn (GFA) ist eine behördenübergreifende Einheit aus Landespolizei, Bundespolizei und Zoll. Sie ist insbesondere auf Autobahnen und Fernstraßen im Einsatz und bekämpft dort grenzüberschreitende Kriminalität wie Diebstähle, Schmuggel, Drogenhandel und andere Delikte. Ziel ist es, Straftaten frühzeitig zu erkennen und die Sicherheit auf den Verkehrswegen zu erhöhen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10944 Fälle erfasst, wovon 9931 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 8645, darunter 7470 Männer, 1175 Frauen und 1664 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 wurden 10838 Fälle registriert, von denen 9644 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 8326, mit 7225 männlichen, 1101 weiblichen und 1795 nicht-deutschen Verdächtigen. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.944 | 10.838 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 9.931 | 9.644 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.645 | 8.326 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.470 | 7.225 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.175 | 1.101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.664 | 1.795 |
Quelle: Bundeskriminalamt








