Ein Bewohner stellte Einbrecher, Polizei fasst Tatverdächtige nach Flucht mit gestohlenem Auto.
Flensburg: Einbrecher überrascht, Festnahme nach Flucht

Bollingstedt (ost)
Am Freitagmorgen (31.01.2025) um 09.15 Uhr stellte ein Mann im Alter von 48 Jahren fest, dass sich zwei Einbrecher in seinem Haus in Bollingstedt aufhielten, nachdem er kurz abwesend war. Die Eindringlinge hatten zuvor eine Terrassentür aufgebrochen, um in das Gebäude zu gelangen. Nach einem physischen Kampf, bei dem sowohl das Opfer als auch einer der Täter leicht verletzt wurden, gelang es beiden Verdächtigen vorerst, mit einem silbernen Peugeot mit polnischen Kennzeichen zu fliehen.
Ein sofortiger Fahndungseinsatz mit Beamten vom Polizeirevier Schleswig, der Autobahnpolizei in Schuby, der Polizeistation Tarp und der Kriminalpolizei in Schleswig war erfolgreich. Das Fluchtfahrzeug wurde um 09.58 Uhr in Sollerup gefunden und kontrolliert. Die beiden Verdächtigen (29 und 54 Jahre alt) wurden vorläufig festgenommen. Bei der Durchsuchung der Personen wurde vermeintliches Diebesgut (Geld und Schmuck) entdeckt und sichergestellt. Der 54-jährige Verdächtige war der Polizei bisher unbekannt und wurde nach Abschluss aller kriminalpolizeilichen Maßnahmen aufgrund fehlender Haftgründe freigelassen. Der 29-Jährige wird verdächtigt, an einem räuberischen Diebstahl am 27.12.2024 in Fahrdorf sowie an zwei Einbrüchen in Wohnhäuser in Twedt im Dezember 2024 beteiligt gewesen zu sein. Ob ihm und seinem Komplizen weitere Einbrüche zugeordnet werden können, wird im Rahmen der weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei in Schleswig geprüft. Am Samstagnachmittag (01.02.2025) wurde der 29-jährige Verdächtige auf Antrag der Staatsanwaltschaft Flensburg einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen Flucht- und Wiederholungsgefahr.
Quelle: Presseportal
Einbruchstatistiken in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Einbruchsraten in Schleswig-Holstein stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 2675 Fälle registriert, wovon 400 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 380, darunter 335 Männer und 45 Frauen. 158 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der Einbrüche auf 3271, wobei 520 Fälle aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 427, wobei 382 männliche und 45 weibliche Verdächtige identifiziert wurden. 191 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Einbrüchen in Deutschland mit 27061 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 2.675 | 3.271 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 400 | 520 |
| Anzahl der Verdächtigen | 380 | 427 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 335 | 382 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 45 | 45 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 158 | 191 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Mordraten in Schleswig-Holstein sind zwischen 2022 und 2023 leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, von denen 55 gelöst werden konnten. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, davon 56 Männer und 6 Frauen. 29 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der registrierten Fälle auf 74, wobei 66 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 77, wovon 67 männlich und 10 weiblich waren. 28 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Mordfälle in Deutschland registriert – insgesamt 470.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70 | 74 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 55 | 66 |
| Anzahl der Verdächtigen | 62 | 77 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 56 | 67 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6 | 10 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 29 | 28 |
Quelle: Bundeskriminalamt








