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Flensburg: Flucht vor Polizeikontrolle endet in Sackgasse

Verfolgungsfahrt mit Drogenfund – Festnahme von zwei Personen nach Verkehrsjagd durch Flensburg. Festnahme des Fahrers, Beifahrerin entlassen.

Foto: Depositphotos

Flensburg (ost)

Am späten Mittwochabend (15.04.2026) ereignete sich im Stadtgebiet Flensburg eine Verfolgungsfahrt, die zur Festnahme von zwei Personen führte.

Um 22:45 Uhr fiel einer Streife der Gemeinsamen Fahndungsgruppe Autobahn (GFA) auf der A7 in Höhe Owschlag ein Audi A4 mit spanischen Kennzeichen auf, der in Richtung Norden mit hoher Geschwindigkeit fuhr. Untersuchungen ergaben, dass der Fahrzeughalter, ein deutscher Staatsbürger, per Haftbefehl gesucht wurde und auch Hinweise auf unerlaubten Drogenhandel vorlagen.

Daraufhin wurde mit anderen Einsatzkräften eine Kontrolle vorbereitet. Der Audi fuhr mit sehr hoher Geschwindigkeit, manchmal bis zu etwa 200 km/h, weiter. Die Einsatzkräfte folgten dem Fahrzeug zunächst, um eine geeignete Kontrollsituation herzustellen.

Das Fahrzeug verließ an der Anschlussstelle Flensburg die Autobahn und fuhr weiter über die B200 in Richtung Stadtgebiet.

Ein Versuch, das Fahrzeug an der Anschlussstelle Jarplund-Weding anzuhalten, wurde zunächst befolgt. Kurz vor der geplanten Kontrollstelle brach der Fahrer jedoch den Anhaltevorgang ab und fuhr mit hoher Geschwindigkeit über die B200 weiter. Es kam zu einer Verfolgungsfahrt, an der mehrere Einsatzfahrzeuge beteiligt waren.

Die Fahrt führte durch das Flensburger Stadtgebiet und endete schließlich in einem Garagenhof im Bereich Valentinerhof, wo das Fahrzeug in einer Sackgasse zum Stehen kam.

Der 22-jährige Fahrer und seine ebenfalls 22-jährige Beifahrerin, beide deutsche Staatsbürger, wurden vor Ort festgenommen. Eine weitere männliche Person, die auf der Rücksitzbank saß, flüchtete zu Fuß und konnte trotz umfangreicher Fahndungsmaßnahmen, einschließlich eines Hubschraubers der Bundespolizei, nicht gefasst werden.

Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs wurden große Mengen mutmaßlicher Drogen gefunden, darunter mehrere hundert Gramm Amphetamin, über 2 Kilogramm Amphetaminpaste sowie Cannabisprodukte in Form von Vapes und anderen Kleinmengen. Außerdem wurden bei der Beifahrerin mehrere Flaschen mit einem vermuteten Kodein/Promethazin-Gemisch gefunden.

Es stellte sich auch heraus, dass der Fahrer keine gültige Fahrerlaubnis besaß und mutmaßlich einen gefälschten deutschen Führerschein bei sich führte.

Der Fahrer wurde vorübergehend in Gewahrsam genommen und soll heute einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Beifahrerin wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen freigelassen.

Das Fahrzeug wurde beschlagnahmt und abgeschleppt. Die weiteren Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei Flensburg durchgeführt.

Nach dem derzeitigen Stand kam es während der Verfolgungsfahrt zu keiner Gefährdung unbeteiligter Verkehrsteilnehmer.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle registriert, wovon 9.931 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 8.645, wobei 7.470 männliche und 1.175 weibliche Verdächtige waren. 1.664 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 sank die Zahl der registrierten Fälle auf 10.838, wobei 9.644 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen verringerte sich auf 8.326, davon waren 7.225 männlich und 1.101 weiblich. 1.795 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.944 10.838
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.931 9.644
Anzahl der Verdächtigen 8.645 8.326
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.470 7.225
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.175 1.101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.664 1.795

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 32.794 Verkehrsunfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 292 Fällen oder 0,89% vertreten. Die meisten Unfälle, nämlich 27.916 (85,13%), waren Übrige Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 32.794
Unfälle mit Personenschaden 3.356
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.230
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 292
Übrige Sachschadensunfälle 27.916
Ortslage – innerorts 2.829
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 1.003
Ortslage – auf Autobahnen 400
Getötete 34
Schwerverletzte 611
Leichtverletzte 3.587

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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