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Flensburg: Gewalttat in Schleswig gestoppt

Ein Polizeibeamter verhinderte einen Messerangriff in einer Wohnung, nachdem der Täter zuvor seine Mutter angegriffen hatte.

Foto: Depositphotos

Schleswig (ost)

In der Nacht vom Samstag (18.04.2026) auf den Sonntag (19.04.2026) gab es in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses im Stadtteil St. Jürgen in Schleswig zwei Polizeieinsätze. Beim zweiten Einsatz konnte ein unmittelbar bevorstehender Messerangriff durch den Einsatz einer Schusswaffe eines Polizeibeamten verhindert werden.

Der erste Vorfall ereignete sich gegen 23:20 Uhr, als ein 29-jähriger deutscher Staatsbürger in der Wohnung, die er mit seiner Mutter teilte, seine Schwester angegriffen haben soll. Die Polizeibeamten wiesen den Mann daraufhin aus der Wohnung.

Gegen 04:00 Uhr kehrte der Mann trotz des zuvor ausgesprochenen Platzverweises in die Wohnung seiner Mutter zurück, brach die Tür auf und griff seine Mutter mit einem Messer an. Die erneut gerufenen Polizeibeamten setzten zunächst Reizgas gegen den Beschuldigten ein, konnten den Angriff jedoch nicht stoppen. Daraufhin griff ein Beamter zur Schusswaffe.

Der Beschuldigte wurde schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzt. Er wurde ins Krankenhaus gebracht und am 21.04. einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.

Dem Mann wird versuchter Totschlag vorgeworfen. Das Kommissariat 1 der Bezirkskriminalinspektion Flensburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, wovon 55 aufgeklärt werden konnten. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, darunter 56 Männer und 6 Frauen. 29 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle leicht auf 74, wobei 66 Fälle aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 77, wobei 67 Männer und 10 Frauen verdächtigt wurden. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 28 nahezu konstant. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70 74
Anzahl der aufgeklärten Fälle 55 66
Anzahl der Verdächtigen 62 77
Anzahl der männlichen Verdächtigen 56 67
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6 10
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 29 28

Quelle: Bundeskriminalamt

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