Mehrere körperliche Auseinandersetzungen unter Jugendlichen in Flensburg. Ein 17-Jähriger wurde durch einen Messerangriff schwer verletzt.
Flensburg: Jugendliche in Auseinandersetzungen – 17-Jähriger schwer verletzt

Flensburg (ost)
Am Montagnachmittag (16.03.2026) gegen 15:45 Uhr gab es in der Flensburger Innenstadt anscheinend mehrere körperliche Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen. Eine Person wurde bei einem Messerangriff schwer am Arm verletzt.
Laut Polizei fand zunächst eine größere Auseinandersetzung mit etwa 30 Personen im Parkhaus der Holmpassage statt. Es gibt Hinweise darauf, dass einige Beteiligte Messer dabei hatten. Ein 17-jähriger Deutscher wurde bei diesem Vorfall schwer an den Unterarmen verletzt und musste notoperiert werden. Es besteht keine Lebensgefahr und er wurde mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen.
Vor dem Eintreffen der Polizei flüchteten viele Beteiligte. Durch Zeugenaussagen ergaben sich erste Hinweise auf Tatverdächtige.
Später kam es zu mindestens einer weiteren körperlichen Auseinandersetzung im Bereich des Flensburger ZOB, bei der angeblich auch ein Schlagring zum Einsatz kam.
Um die Situation zu beruhigen und die Vorfälle aufzunehmen, waren mehrere Streifenwagen der Bundes- und Landespolizei im Einsatz.
Fünf Personen wurden vorübergehend zur weiteren Untersuchung mit auf die Wache genommen. Die genaue Beteiligung an den Taten muss noch geklärt werden.
Das Kommissariat 2 der Bezirkskriminalinspektion Flensburg hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen, die Informationen zu den Beteiligten oder zum Ablauf der Auseinandersetzungen haben, sich unter der Telefonnummer 0461-484 0 zu melden. Außerdem wird darum gebeten, mögliches Video- und Bildmaterial, das im Zusammenhang mit den Vorfällen steht, auf sh.hinweisportal.de hochzuladen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, von denen 55 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, darunter 56 Männer und 6 Frauen. 29 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der Mordfälle auf 74, wobei 66 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 77, davon waren 67 Männer und 10 Frauen. 28 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70 | 74 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 55 | 66 |
| Anzahl der Verdächtigen | 62 | 77 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 56 | 67 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6 | 10 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 29 | 28 |
Quelle: Bundeskriminalamt








