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Flensburg: Öffentlichkeitsfahndung nach Sachbeschädigungen

Mehrere Parteibüros in Flensburg wurden beschädigt und Molotow-Cocktails gefunden. Die Polizei sucht nach dem mutmaßlichen Täter.

Tatverdächtiger
Foto: Presseportal.de

Flensburg (ost)

Es wurde bereits über mehrere Vandalismusakte und versuchte Brandstiftungen an verschiedenen Parteibüros in der Flensburger Innenstadt am Osterwochenende vom 05.04.2026 bis 07.04.2026 berichtet.

Die betroffenen Parteibüros gehörten dem SSW, Bündnis 90/Die Grünen, der SPD, der CDU und der Partei Die Linke.

An den Büros des SSW, der CDU und der SPD wurden Graffiti in den Farben der deutschen Flagge entdeckt. Zudem wurden an den Büros von Bündnis 90/Die Grünen, der SPD und Die Linke Brandsätze, sogenannte Molotow-Cocktails, gefunden. Es kam nicht zu einem vollständigen Brand. Es entstanden jedoch Rußspuren und oberflächliche Schäden an den Außenwänden der betroffenen Gebäude.

Zusätzlich wurden Fensterscheiben mehrerer Parteibüros beschädigt. Der entstandene Gesamtschaden wird derzeit auf einen Betrag im niedrigen vierstelligen Bereich geschätzt.

Die Ermittlungen des Staatsschutzes haben bisher nicht zur Identifizierung oder Festnahme des Tatverdächtigen geführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Flensburg hat das Amtsgericht Flensburg daher die Veröffentlichung von Bildern einer Überwachungskamera angeordnet, die den mutmaßlichen Täter an einem Tatort zeigen.

Die Polizei fragt:

Wer erkennt die Person auf den veröffentlichten Bildern oder kann Informationen zu ihrer Identität oder ihrem Aufenthaltsort geben?

Der Gesuchte wird als eher klein beschrieben und dürfte etwa 170 cm groß sein. Besonders auffällig ist ein etwa 20 cm langer, geflochtener, dünner Kinnbart, den der Täter zum Zeitpunkt der Tat trug.

Zeugen und Informanten werden gebeten, sich beim Staatsschutz der Bezirkskriminalinspektion Flensburg unter der Telefonnummer 0461 4840 oder per E-Mail an k5.flensburg.bki@polizei.landsh.de zu melden.

Jeder Hinweis kann für die weiteren Ermittlungen von Bedeutung sein.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 74 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 55 auf 66. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 62 auf 77, wobei die Mehrheit der Verdächtigen männlich war. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70 74
Anzahl der aufgeklärten Fälle 55 66
Anzahl der Verdächtigen 62 77
Anzahl der männlichen Verdächtigen 56 67
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6 10
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 29 28

Quelle: Bundeskriminalamt

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