Ein Streit auf einem Discounterparkplatz in Tarp endete mit Schussabgabe ins Gesicht. Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen, die Ermittlungen dauern an.
Flensburg: Schussabgabe auf Discounterparkplatz

Tarp (ost)
Am Abend des Samstag, 17.01.2026, ereignete sich gegen 21:00 Uhr auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Dorfstraße in Tarp ein Zwischenfall zwischen zwei männlichen Personen.
Nach den bisherigen Informationen der Polizei gerieten die beiden Männer, die sich bekannt waren, plötzlich in einen Streit. Der Grund für den Streit dürfte im persönlichen Umfeld der Beteiligten liegen. Während des Streits zog der 34-jährige Verdächtige eine Schusswaffe und schoss dem 37-jährigen deutschen Opfer ins Gesicht. Die Waffe war mit Schrotmunition geladen. Trotz der schweren Gesichtsverletzungen entfernten sich sowohl das Opfer als auch der Verdächtige vom Tatort.
Erst am Abend des Sonntag begab sich das Opfer in ein Krankenhaus. Dort wurden ernsthafte Gesichtsverletzungen festgestellt, woraufhin die Polizei informiert und der Vorfall aufgenommen wurde.
Nach den folgenden Ermittlungen wurde der 34-jährige deutsche Verdächtige vorübergehend festgenommen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Beschuldigte aufgrund fehlender Haftgründe wieder freigelassen.
Die Tatwaffe konnte bisher nicht gefunden werden.
Die Untersuchungen der K1 der Bezirkskriminalinspektion Flensburg wegen des Verdachts des versuchten Totschlags oder der gefährlichen Körperverletzung dauern an. Zeugen, die den Vorfall auf dem Parkplatz mitbekommen oder beobachtet haben, werden gebeten, sich unter 0461-4840 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland relativ niedrig. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle von Mord registriert, von denen 55 aufgeklärt werden konnten. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, darunter 56 Männer und 6 Frauen. Von den Verdächtigen waren 29 nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der Mordfälle leicht auf 74, wobei 66 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 77, wobei 67 Männer und 10 Frauen verdächtigt wurden. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 28 relativ konstant. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70 | 74 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 55 | 66 |
| Anzahl der Verdächtigen | 62 | 77 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 56 | 67 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6 | 10 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 29 | 28 |
Quelle: Bundeskriminalamt








