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Flensburg: Verkehrskontrolle in Bredstedt

Bei einer nächtlichen Verkehrskontrolle wurden Betäubungsmittel und Waffen sichergestellt. Eine 55-jährige Deutsche steht unter Verdacht des unerlaubten Handeltreibens und Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz.

Foto: Depositphotos

Bredstedt (ost)

In der Nacht von Freitag auf Samstag (09.05.2026, 00:40 Uhr) führten Polizeibeamte der Bredstedt Polizeistation zusammen mit ihren Kollegen vom Hauptzollamt Itzehoe und der Bundespolizei Flensburg eine Verkehrskontrolle auf der Bundesstraße 5 in der Husumer Straße in Bredstedt durch.

Während der Kontrolle wurde bei der 55-jährigen Fahrerin eines Opel eine große Menge Betäubungsmittel sowie verschreibungspflichtige Medikamente entdeckt und sichergestellt.

Die Betäubungsmittel waren teilweise bereits portioniert und für den Verkauf vorbereitet. Sichergestellt wurden unter anderem über 500 Gramm Cannabis im Wert von etwa 4.000 Euro, mehr als 70 Gramm Amphetamin (Speed) im Wert von rund 1.800 Euro, eine geringe Menge Heroin sowie weitere kleine Mengen verschiedener Amphetamine, Pillen und Pulver.

Zusätzlich wurden im Auto zwei Messer, einschließlich eines Einhandmessers, eine teilgeladene Schreckschusswaffe, zwei Feinwaagen und etwa 1.000 Euro Bargeld in typischer Stückelung für die Szene gefunden.

Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Flensburg folgte die Durchsuchung der Wohnräume der Verdächtigen. Dabei wurde eine weitere Tasche mit einer großen Menge verschreibungspflichtiger Medikamente entdeckt.

Der Gesamtwert der sichergestellten Betäubungsmittel und Medikamente wird auf einen hohen vierstelligen Betrag geschätzt.

Gegen die 55-jährige Deutsche aus Nordfriesland wurden Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln sowie Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz eingeleitet.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde die Verdächtige freigelassen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle erfasst, wovon 9931 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 8645, wobei 7470 männliche und 1175 weibliche Verdächtige waren. 1664 der Verdächtigen waren Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 wurden 10.838 Fälle gemeldet, wovon 9644 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 8326, wobei 7225 männliche und 1101 weibliche Verdächtige waren. 1795 der Verdächtigen waren Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Drogenfälle in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.944 10.838
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.931 9.644
Anzahl der Verdächtigen 8.645 8.326
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.470 7.225
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.175 1.101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.664 1.795

Quelle: Bundeskriminalamt

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