Beamte kontrollierten Fahrzeuge auf Gurtpflicht und Handyverbot. Verstöße werden mit Bußgeld und Punkten geahndet. Polizei mahnt zur Sicherheit.
Flensburg: Verkehrskontrollen vor Grundschule in Bad Schwartau

Lübeck (ost)
Am Mittwochmorgen (11.03.2026) haben Beamte des Polizeireviers Bad Schwartau und der Polizeistation Stockelsdorf in etwa drei Stunden 95 Fahrzeuge in der Nähe einer Grundschule in Bad Schwartau überprüft. Der Fokus lag dabei auf der Einhaltung der Gurtpflicht und des Handyverbots am Steuer. Zehn Fahrer haben gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen, während weitere 12 nicht die erforderliche Ausstattung im Fahrzeug hatten.
Die 6 Polizisten aus Bad Schwartau und Stockelsdorf haben sich auf einem Parkplatz gegenüber der Grundschule in der Straße Alt Rensefeld positioniert.
Vier Personen, darunter drei Männer und eine Frau, haben während der Fahrt unrechtmäßig ihr Handy benutzt. Sie müssen nun mit einem Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Selbst ein kurzer Blick auf das Display oder eine kurze Ablenkung beim Telefonieren mit dem Handy in der Hand während der Fahrt kann zu schwerwiegenden Verkehrsunfällen führen, nicht nur in der Nähe von Grundschulen. Die Vorstellung, dass ein Kind schwer verletzt sein könnte, weil eine belanglose Textnachricht oder ein Social-Media-Post auf dem Handy während der Fahrt für einen Moment wichtiger waren, hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck.
Weitere sechs Autofahrer haben den vorgeschriebenen Sicherheitsgurt nicht angelegt. Ein angelegter Sicherheitsgurt kann schwere Verletzungen verhindern und Leben retten. Das Verwarnungsgeld von 30 Euro soll die Fahrer daran erinnern, sich bei der nächsten Fahrt anzuschnallen und so ihre eigene Gesundheit zu schützen.
12 Fahrer sind den Beamten aufgefallen, weil sie kein Warndreieck oder keinen Verbandskasten hatten, ihren Führerschein nicht bei sich trugen oder die Zulassungsbescheinigung nicht vorzeigen konnten. Sie haben eine Woche Zeit, um die fehlenden Gegenstände bei einer Polizeidienststelle vorzulegen. Ein vollständiger Verbandskasten mit funktionstüchtigem Inhalt ist für Ersthelfer an Unfallstellen entscheidend, um verletzten Personen zu helfen.
Die Kontrollen werden fortgesetzt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon endeten 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden betrafen 1.230 Fälle (3,75%). 292 Unfälle (0,89%) wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916 (85,13%). Innerorts gab es 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








