Kleinkind von PKW überrollt, lebensgefährlich verletzt. Ersthelfer leiteten Reanimationsmaßnahmen ein, Ermittlungen dauern an.
Flensburg: Verkehrsunfall in Tarp

Tarp (ost)
Heute Morgen (17.04.2026) ereignete sich gegen 11:00 Uhr in Tarp im Teichrosenweg, in der Nähe eines Spielplatzes, ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem ein Kleinkind lebensgefährlich verletzt wurde.
Nach bisherigen Informationen plante die Beifahrerin zusammen mit ihrem eigenen Kind und dem Kind der Fahrerin, den nahegelegenen Spielplatz zu besuchen, während die Fahrerin einen Termin wahrnehmen wollte. Die 25-jährige Fahrerin parkte ihren VW Passat am Straßenrand. Die 27-jährige Beifahrerin stieg zunächst aus, holte ihr eigenes Kind von der Rücksitzbank und stellte es auf den Bürgersteig. Danach ging sie um das Auto herum, um das Kind der Fahrerin aus dem Auto zu holen, und kehrte dann zu ihrem eigenen Kind zurück.
Währenddessen hatte sich der 14 Monate alte Sohn der Beifahrerin unbemerkt vor das Auto begeben. Als die Fahrerin dann losfuhr, übersah sie das Kleinkind aufgrund seiner geringen Körpergröße. Das Kind wurde daraufhin vom linken Vorderreifen des VW überfahren.
Ersthelfer begannen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen, bis die Rettungskräfte eintrafen. Das Kind war später ansprechbar, aber lebensbedrohliche Verletzungen konnten nicht ausgeschlossen werden. Der Junge wurde in ein Krankenhaus in Flensburg gebracht. Beide Frauen erlitten ersten Informationen zufolge einen Schock und wurden ebenfalls ins Krankenhaus gebracht.
Ersthelfer und Zeugen vor Ort wurden von einem Notfallseelsorger betreut.
Um den genauen Unfallhergang zu klären, wurde im Auftrag der Staatsanwaltschaft Flensburg ein Sachverständiger hinzugezogen.
Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon entfallen 3.356 Unfälle auf Personenschäden, was 10,23% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 1.230 Fälle aus, was 3,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel sind mit 292 Fällen oder 0,89% vertreten. Die übrigen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 27.916, was 85,13% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








