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Gefahrgut- und Sanktionsverstoß in Kiel aufgedeckt

Die Wasserschutzpolizei Kiel deckte massive Verstöße bei der Ladungskontrolle eines Motortankers und eines Sattelkraftfahrzeuges auf, die im Kieler Hafen an Bord einer Fähre gehen wollten.

Foto: unsplash

Kiel (ost)

Am 30.10.2024 überprüften Beamte der Wasserschutzpolizei Kiel sowohl die Fracht eines Tankschiffs als auch die Fracht eines Sattelkraftfahrzeugs, das gerade dabei war, an Bord einer Fähre im Kieler Hafen zu gehen. In beiden Fällen wurden erhebliche Verstöße festgestellt.

Die Inspektion des Tankschiffs an der Schleuse in Holtenau wurde zunächst aufgrund eines fehlenden Dokuments durchgeführt. Obwohl dies auf einen Übertragungsfehler zurückzuführen war, ergaben sich bei weiteren Untersuchungen Hinweise auf falsche Angaben zur transportierten Fracht. Der Verdacht verdichtete sich, dass es sich bei dem geladenen Material um eines handelte, das den europäischen Sanktionen gegen die Russische Föderation unterlag.

Nach Hinzuziehung des Zolls konnte der Verdacht bestätigt werden. Bis zur abschließenden Untersuchung der geladenen Fracht wurde dem Tankschiff die Weiterfahrt untersagt.

Am gleichen Tag unterzogen die Beamten im Hafengebiet des Norwegenkais ein Sattelkraftfahrzeug einer routinemäßigen Kontrolle, das gerade dabei war, an Bord einer Fähre zu fahren. Zunächst stellten die Einsatzkräfte fest, dass Gefahrgut geladen war, obwohl das Fahrzeug nicht als Gefahrguttransport gekennzeichnet war. Bei weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass dem LKW die Mitnahme auf der Fähre untersagt worden wäre, wenn das geladene Gefahrgut ordnungsgemäß gekennzeichnet gewesen wäre. Außerdem gab es Hinweise darauf, dass dem Fahrer des LKW Anweisungen gegeben wurden, die Fracht absichtlich nicht zu kennzeichnen.

Dem Sattelkraftfahrzeug wurde die Fahrt mit der Fähre untersagt. Sowohl der Fahrer als auch der Transporteur erwarten zudem ein Bußgeld im vierstelligen Bereich.

Ricarda Blucha

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 32.794 Verkehrsunfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% aller Unfälle ausmacht. Es gab 1.230 schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden, was 3,75% entspricht. Unter dem Einfluss berauschender Mittel ereigneten sich 292 Unfälle, was 0,89% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916, was 85,13% aller Unfälle entspricht. Von den Unfällen fanden 2.829 innerorts (8,63%), 1.003 außerorts (3,06%) und 400 auf Autobahnen (1,22%) statt. Bei den Verkehrsunfällen kamen 34 Menschen ums Leben, 611 wurden schwer verletzt und 3.587 leicht verletzt.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 32.794
Unfälle mit Personenschaden 3.356
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.230
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 292
Übrige Sachschadensunfälle 27.916
Ortslage – innerorts 2.829
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 1.003
Ortslage – auf Autobahnen 400
Getötete 34
Schwerverletzte 611
Leichtverletzte 3.587

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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