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Giekau: Aggressiver Fahrgast greift Fahrgäste an – Zeugen gesucht

Ein Fahrgast in einem Linienbus griff Fahrgäste und Einsatzkräfte an. Polizei sucht Zeugen für den Vorfall am Freitagabend in Giekau.

Foto: Depositphotos

Giekau / Kreis Plön (ost)

Letzten Freitagabend zeigte ein Fahrgast in einem Linienbus äußerst aggressives Verhalten und griff körperlich andere Fahrgäste an. Andere Fahrgäste hielten den Angreifer fest, bis die Einsatzkräfte eintrafen. Später griff der Mann auch die Einsatzkräfte an und spuckte sie an. Die Polizeistation Preetz hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeuginnen und Zeugen.

Am Freitag, den 21. August 2026, gegen 21:45 Uhr erhielten Polizeikräfte den Auftrag, zur Straße Strezerberg in Giekau, Ortsteil Fresendorf, zu fahren, wo ein Linienbus (Linie 310) mit einem renitenten Fahrgast stehen sollte. Die Fahrgäste wurden gebeten, den Mann festzuhalten und auf die Polizei zu warten. Als die Beamten am Einsatzort ankamen, attackierte der 25-jährige Ukrainer die Beamten unerwartet, indem er in ihre Richtung spuckte und versuchte, sie zu schlagen und zu treten. Durch Ausweichen und den Einsatz von körperlicher Gewalt konnten die beiden 58-jährigen und 60-jährigen Beamten den Angriff zunächst stoppen.

Beim Herausführen des Mannes aus dem Bus leistete er weiterhin Widerstand und versuchte fortlaufend, die Beamten anzuspucken, zu treten und zu schlagen. Weitere Einsatzkräfte trafen ein, um den Mann zur Verhinderung weiterer Straftaten ins Polizeigewahrsam Kiel zu bringen. Während der Fahrt zum Polizeigewahrsam setzte der Mann seinen Widerstand fort und bedrohte die Beamten, so dass er während der gesamten Fahrt von Einsatzkräften festgehalten werden musste. Bei einer Durchsuchung seiner mitgeführten Gegenstände fanden die Beamten ein einsatzbereites Messer mit feststellbarer Klinge, das sie sicherstellten.

Der 25-Jährige schien unter dem Einfluss von Drogen und Medikamenten zu stehen. Ein Arzt entnahm ihm eine Blutprobe. Anschließend wurde der Mann in eine Fachklinik gebracht.

Die Ermittlungen ergaben, dass der Mann am ZOB in Kiel in den Bus der Linie 310 gestiegen war. Er soll im Bus Alkohol getrunken und mehrmals gegen die Sitzlehnen geschlagen haben. An einer Haltestelle soll er bei offener Tür aus dem Bus uriniert und gespuckt haben. Er soll mehrfach Streit mit anderen Fahrgästen gesucht haben. Mehrere Fahrgäste haben sich über sein Verhalten beim Busfahrer beschwert.

Vier Fahrgäste sollen den Mann festgehalten haben, bis die Polizei eintraf. Die Namen dieser Personen sind bisher nicht bekannt. Die Ermittler suchen daher nach diesen Personen als potenzielle Zeugen. Auch weitere Fahrgäste, die Angaben zum Vorfall machen können, werden gebeten, sich mit der Polizeistation Preetz unter der Telefonnummer 04342-10770 in Verbindung zu setzen.

Die eingesetzten Polizeibeamten blieben unverletzt und einsatzfähig. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen Körperverletzung, Bedrohung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung eingeleitet. Außerdem erwartet ihn ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Mitführens eines Messers.

Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen eine leichte Abnahme. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 10.838 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank von 9.931 im Jahr 2022 auf 9.644 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 8.645 auf 8.326 zurück. Von den Verdächtigen waren 7.470 männlich und 1.175 weiblich, wobei 1.664 nicht-deutsche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu gab es im Jahr 2023 in Nordrhein-Westfalen die meisten aufgezeichneten Drogenfälle in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.944 10.838
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.931 9.644
Anzahl der Verdächtigen 8.645 8.326
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.470 7.225
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.175 1.101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.664 1.795

Quelle: Bundeskriminalamt

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