Schwerer Unfall mit vier Verletzten und Vollsperrung der Fahrbahn für viereinhalb Stunden nach Überholmanöver.
Groß Kummerfeld: Verkehrsunfall auf K38

20260603.1 – Groß Kummerfeld (ost)
Heute Morgen (03.06.2026) ereignete sich ein schwerer Unfall auf der Kreisstraße 38 zwischen Kleinkummerfeld und Groß Kummerfeld. Nach einem Überholmanöver verlor eine Autofahrerin die Kontrolle über ihr Auto und geriet in den Gegenverkehr, wo es zu Kollisionen mit zwei Fahrzeugen kam. Vier Personen wurden verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Zwei Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Die Straße blieb für etwa viereinhalb Stunden voll gesperrt.
Um 07:45 Uhr fuhr eine 37-jährige Frau aus dem Kreis Segeberg mit ihrem Mitsubishi Geländewagen auf der Störstraße (K38) von Kleinkummerfeld in Richtung Groß Kummerfeld. Nach bisherigen Erkenntnissen verlor sie nach einem Überholmanöver die Kontrolle über ihr Fahrzeug und geriet in einer Kurve in den Gegenverkehr. Dort stieß ihr Auto seitlich mit einem entgegenkommenden Suzuki SUV zusammen. Der Suzuki drehte sich und kam im Graben zum Stehen. Der 58-jährige Fahrer des SUV erlitt vermutlich leichte Verletzungen und wurde ins Krankenhaus gebracht.
Dann kollidierte das Auto der 37-Jährigen frontal mit einem Renault Kombi, der zuvor hinter dem Suzuki gefahren war. Durch die Wucht des Aufpralls wurden beide Fahrzeuge ebenfalls in den Graben geschleudert. Der 47-jährige Fahrer des Renault war eingeklemmt und musste von den Kameraden der freiwilligen Feuerwehr befreit werden. Er wurde mit Verdacht auf lebensbedrohliche Verletzungen ins Krankenhaus geflogen.
Die vermeintliche Unfallverursacherin erlitt schwere Verletzungen und wurde ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Ein 7-jähriges Mädchen, das sich in ihrem Auto befand, wurde mit leichten Verletzungen in dieselbe Klinik gebracht.
Neben der Feuerwehr, der Polizei und mehreren Rettungswagen waren auch zwei Rettungshubschrauber im Einsatz. Die Straße war für etwa viereinhalb Stunden voll gesperrt. Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Kiel wurde ein Unfallgutachter zur Unfallstelle geschickt. Er ist nun damit beauftragt, das Unfallgeschehen zu rekonstruieren, um die genaue Unfallursache zu ermitteln.
Gegen die 37-jährige Frau wird nun wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs durch fehlerhaftes Überholen und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 32.794 Verkehrsunfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 292 Fällen registriert, was 0,89% entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle machten den größten Anteil aus mit 27.916 Fällen, was 85,13% entspricht. Bezüglich des Unfallorts ereigneten sich 2.829 Unfälle innerorts (8,63%), 1.003 außerorts (3,06%) und 400 auf Autobahnen (1,22%). Die Anzahl der Getöteten betrug 34, Schwerverletzte 611 und Leichtverletzte 3.587.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








