Im Rahmen von “Airdrop 2026” intensivierten DEMA und THW ihre grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit 120 und 80 Einsatzkräften in Haderslev.
Haderslev/Kiel: Deutsch-dänische Katastrophenschutzübung stärkt Zusammenarbeit

Haderslev/Kiel (ost)
Die Danish Emergency Management Agency (DEMA) und das Technische Hilfswerk (THW) haben bei der gemeinsamen Katastrophenschutzübung “Airdrop 2026” vom 28. bis 30. August 2026 ihre grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiter verstärkt. Insgesamt nahmen 120 THW-Einsatzkräfte und 80 DEMA-Einsatzkräfte an der Übung in Haderslev, Dänemark, teil.
Im Falle von zerstörten oder beschädigten Gebäuden und verletzten Menschen ist schnelle Hilfe, eingespielte Abläufe und die richtige Technik entscheidend. Das Wissen über die Strukturen und Arbeitsweisen des jeweils anderen sowie die richtigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass gemeinsame Prozesse im Ernstfall schnell und effizient umgesetzt werden können.
Das THW im Norden entsandte Fachgruppen wie Bergung, Schwere Bergung, Notversorgung und Notinstandsetzung sowie Teile der Fachzüge Logistik und Führung und Kommunikation nach Haderslev. Dort trafen die THW-Kräfte auf ihre dänischen Kolleginnen und Kollegen der Danish Emergency Management Agency zu einem gemeinsamen Ausbildungs- und Übungswochenende.
Bei “Airdrop 2026” wurde die Zusammenarbeit der beiden Organisationen gezielt geübt und vertieft. Dies ist von großer Bedeutung, da sich die Strukturen und Arbeitsweisen von THW und DEMA zwar in vielen Bereichen ähneln, aber im Ernstfall oft auf entscheidende Details wie Kommunikation, Zuständigkeiten, gemeinsame Abläufe und das Wissen um verfügbare Fähigkeiten ankommt.
“Das Besondere ist, wie freundschaftlich und vertrauensvoll sich die Zusammenarbeit entwickelt hat”, sagt Sören Ollhoff, Landesbeauftragter des THW für Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.
Um die Voraussetzungen für eine schnelle und verlässliche gegenseitige Unterstützung im Ernstfall weiter zu verbessern, haben DEMA und THW im Dezember 2025 eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Diese bildet den Rahmen für eine noch engere Zusammenarbeit und legt den Grundstein für weitere gemeinsame Übungen und mögliche grenzüberschreitende Unterstützungsleistungen.
Die Zusammenarbeit hat bereits eine längere Geschichte: Die erste grenzüberschreitende Übung “Østersfanger” fand im Oktober 2024 statt. Dabei wurde deutlich, wie wichtig gemeinsames Training und kontinuierlicher Austausch für den grenzüberschreitenden Bevölkerungsschutz sind. Im Frühjahr 2026 folgte die Übung “Notschöpfen 2026” in Raa-Besenbek, Schleswig-Holstein, bei der deutsche und dänische Einsatzkräfte erneut praktisch zusammenarbeiteten.
So setzt “Airdrop 2026” die kontinuierliche Entwicklung der deutsch-dänischen Kooperation fort. Gemeinsame Übungen schaffen nicht nur Routine im Umgang miteinander, sondern liefern auch wichtige Erkenntnisse darüber, wo Verfahren angepasst und Schnittstellen weiter verbessert werden können.
Das Fazit von Sören Ollhoff zur Zusammenarbeit von DEMA und THW fällt klar aus: “Wir sind echte Partner. Wir ergänzen uns.”
Das THW ist die ehrenamtlich getragene Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 88.000 Freiwilligen bildet die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinen Fachleuten, seiner Technik und seinen Erfahrungen ist das THW im Auftrag der Bundesregierung bundes- und weltweit gefragt, wenn Notlagen dies erfordern. Auch technische und logistische Aufgaben im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von VN-Organisationen gehören zu den Aufgaben des THW. Mehr Informationen zum Engagement des THW im In- und Ausland finden Sie unter www.thw.de und Informationen zum Landesverband Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein sind unter www.thw.de/hhmvsh abrufbar.
Quelle: Presseportal








