10 kg Amphetamin, 1 kg Kokain, 2 kg Haschisch und 2 kg Marihuana im Fahrzeug versteckt, Fahrer und Beifahrer festgenommen
Hamburg: Drogenschmuggel auf A7 gestoppt

Kiel (ost)
Zehn Kilogramm Amphetamin, ein Kilogramm Kokain, zwei Kilogramm Haschisch und zwei Kilogramm Marihuana mit einem Straßenverkaufswert von insgesamt rund 213.000 Euro haben Einsatzkräfte des Hauptzollamtes Kiel bei einer Zollkontrolle eines Fahrzeugs auf der Autobahn 7 am Rastplatz Ohe Ost am 14. April 2026 sichergestellt.
Die Drogen waren in verschweißten Beuteln und Päckchen aus Kunststofffolie verpackt und in der Innenverkleidung beider Hintertüren sowie der Beifahrertür versteckt.
“Schon zu Beginn der Kontrolle nahmen die Einsatzkräfte durch die geöffnete Fahrertür einen intensiven Marihuana-Geruch wahr”, so Vanessa Marzinek, Sprecherin des Hauptzollamts Kiel. Auf Befragen gaben die beiden niederländischen Insassen an, keine Betäubungsmittel oder Cannabisprodukte mitzuführen.
Aufgrund des intensiven Geruchs baten die Zöllner die beiden Insassen, aus dem Fahrzeug auszusteigen, um dieses besser kontrollieren zu können. Nach reichlicher Belüftung des Fahrzeugs wurde zudem ein Zollhundeführer mit seiner Drogen-Spürhündin “Sira” hinzugezogen, um das Auto “abzuspüren”.
“Sira zeigte sofort durch sogenanntes Einfrieren ein deutliches Anzeigeverhalten im Bereich der hinteren Türinnenverkleidung und damit das Vorhandensein von Drogen an”, erklärt Marzinek.
Bei der anschließenden intensiven Kontrolle des Fahrzeugs, insbesondere der Türen, kamen mehrere Beutel und Päckchen mit weißem Pulver und Cannabisprodukten zum Vorschein. Dabei handelte es sich um insgesamt zehn Kilogramm Amphetamin, ein Kilogramm Kokain und jeweils zwei Kilogramm Haschisch und Marihuana.
“Eines der Päckchen wies eine Beschädigung auf, was den intensiven Marihuana-Geruch im Fahrzeug erklärte”, so Marzinek weiter.
Gegen den 58-jährigen Fahrer und seinen 19-jährigen Beifahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Bannbruchs und des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) sowie das Konsumcannabisgesetz (KCanG) eingeleitet. Beide wurden vorläufig festgenommen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel hat das Amtsgericht Rendsburg gegen beide Männer einen Haftbefehl erlassen. Diese sind im Anschluss an eine Justizvollzugsanstalt überstellt worden. Die Drogen wurden sichergestellt.
Die weiteren Ermittlungen führen das Zollfahndungsamt Hamburg – mit Dienstsitz Kiel – und die Staatsanwaltschaft Kiel.
Zusatzinformation:
Bannbruch begeht, wer verbotene Gegenstände in den Gesetzesbereich ein-, aus- oder durchführt. (§ 372 Abgabenordnung (AO)). Nach aktueller Rechtslage dürfen volljährige Personen (ab 18 Jahren) bis zu 25 Gramm Cannabis zum Eigenverbrauch mitführen – jedoch ausschließlich im Inland. Die Einfuhr, Ausfuhr und auch die Durchfuhr von Cannabis über nationale Grenzen hinweg ist weiterhin ausnahmslos verboten – unabhängig von der mitgeführten Menge. Dies gilt also auch für Mengen unterhalb der 25-Gramm-Grenze.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle erfasst, wovon 9.931 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 8.645, wobei 7.470 männliche und 1.175 weibliche Verdächtige waren. 1.664 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 wurden 10.838 Fälle erfasst, wovon 9.644 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 8.326, wobei 7.225 männliche und 1.101 weibliche Verdächtige waren. 1.795 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.944 | 10.838 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 9.931 | 9.644 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.645 | 8.326 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.470 | 7.225 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.175 | 1.101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.664 | 1.795 |
Quelle: Bundeskriminalamt








