Ein Bewohner schnappt den Einbrecher und hält ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Der 22-jährige Hamburger drang unter Alkohol- und Drogeneinfluss in die Wohnung ein und führte drei Stichwaffen mit sich.
Hamburg: Einbrecher auf frischer Tat ertappt

Ratzeburg (ost)
05.06.2026 | Bezirk Stormarn | 03.06.2026 – Oststeinbek
Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Lübeck und der Polizeidirektion Ratzeburg
Am Mittwochabend soll es im Zeigeleiweg in Oststeinbek zu einem Einbruchdiebstahl in eine Wohnung sowie zu einem versuchten schweren Raubüberfall gekommen sein. Ein Bewohner soll es geschafft haben, den Einbrecher auf frischer Tat zu erwischen und ihn bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten.
Nach den aktuellen Ermittlungen soll ein Bewohner einer Kellerwohnung in einem Mehrfamilienhaus gegen 23.10 Uhr verdächtige Geräusche gehört haben. Als er dem nachging, soll er einen unbekannten Mann in seiner Wohnung angetroffen haben, der bereits Gegenstände des Bewohners in Besitz genommen hatte. Der Geschädigte habe es geschafft, den auf frischer Tat ertappten Einbrecher an einer Flucht zu hindern und ihn festzuhalten, bis die verständigten Polizeibeamten eintrafen. Diese kamen kurz darauf an und nahmen den Tatverdächtigen vorläufig fest.
Es handelt sich dabei um einen 22-jährigen Mann aus Hamburg (deutscher Staatsbürger).
Ersten Ermittlungen zufolge soll der Hamburger durch eine unverschlossene Eingangstür in die Wohnräume des Geschädigten eingedrungen sein. Dort habe er die Räume nach Wertgegenständen durchsucht und kleine elektronische Geräte mitgenommen, bis er vom Bewohner entdeckt und festgehalten wurde.
Während der Tatausführung soll der 22-Jährige außerdem drei Stichwaffen bei sich geführt haben. Diese wurden beschlagnahmt.
Zusätzlich stand der Tatverdächtige unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen vorläufigen Wert von 1,4 Promille. Der Konsum von Marihuana wurde zugegeben. Daraufhin ordneten die Beamten die Entnahme einer Blutprobe an.
Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Lübeck wurde der Hamburger nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen aufgrund fehlender Haftgründe aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen.
Dr. Jens Buscher, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck
Sandra Kilian, Pressesprecher der Polizeidirektion Ratzeburg
Hinweis: Für Rückfragen zu dieser Pressemitteilung wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der Polizeidirektion Ratzeburg.
Quelle: Presseportal
Einbruchstatistiken in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Einbruchsraten in Schleswig-Holstein stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 2675 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 3271 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 400 im Jahr 2022 auf 520 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 380 auf 427, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 335 auf 382 anstieg. Die Anzahl der weiblichen Verdächtigen blieb konstant bei 45, während die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen von 158 auf 191 stieg. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Einbrüchen in Deutschland mit 27061 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 2.675 | 3.271 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 400 | 520 |
| Anzahl der Verdächtigen | 380 | 427 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 335 | 382 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 45 | 45 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 158 | 191 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 74 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 55 im Jahr 2022 auf 66 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 62 im Jahr 2022 auf 77 im Jahr 2023. Davon waren 56 männlich und 6 weiblich im Jahr 2022, und 67 männlich und 10 weiblich im Jahr 2023. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 29 im Jahr 2022 und 28 im Jahr 2023 nahezu konstant. Im Vergleich dazu gab es im Jahr 2023 in Nordrhein-Westfalen die meisten registrierten Mordfälle in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70 | 74 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 55 | 66 |
| Anzahl der Verdächtigen | 62 | 77 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 56 | 67 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6 | 10 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 29 | 28 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10944 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 10838 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 9931 auf 9644 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 8645 auf 8326, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 7470 auf 7225 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1175 auf 1101 fiel. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg jedoch von 1664 auf 1795 an. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.944 | 10.838 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 9.931 | 9.644 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.645 | 8.326 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.470 | 7.225 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.175 | 1.101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.664 | 1.795 |
Quelle: Bundeskriminalamt








