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Hamburg: Hilfs- und Unterstützungsfonds für Polizeibeschäftigte

Polizeibeamter nach Angriff Zuwendung für Kur- und Betreuungsmaßnahme erhalten. Dienstag, 19. Mai 2026, Polizeidirektion Lübeck.

Foto: Depositphotos

Lübeck (ost)

Hinweis für Journalisten.

Die Übergabe findet am Dienstag, den 19. Mai 2026 um 13.00 Uhr in den Räumen der Polizeidirektion Lübeck in der Possehlstrasse 4, 23560 Lübeck statt. Wir würden uns über eine kurze Anmeldung unter 0173-2095139 freuen.

Kiel. Der Vorsitzende des Hilfs- und Unterstützungsfonds Andreas Breitner, ehemaliger Minister, wird am Dienstag, den 19. Mai 2026, um 13.00 Uhr, in der Polizeidirektion Lübeck, Possehlstrasse 4, 23560 Lübeck, dem Polizisten Yannik O. eine Zuwendung für eine Kur- und Betreuungsmaßnahme überreichen.

Es war am 3. Mai 2025 abends in Ahrensburg. Eine Polizeistreife wurde zum Parkplatz des dortigen Netto-Marktes gerufen. Dort sollte sich eine stark alkoholisierte Person mit einem 4-jährigen Kind aufhalten.

Die Person war nicht mehr ansprechbar und konnte schon gar nicht auf ihr Kind „aufpassen“. Bei Ansprache der beiden Beamten reagierte die Person distanzlos und gleich aggressiv, war überhaupt nicht zu einer Kooperation bereit. Stattdessen ging sie auf die Beamten, namentlich auf den Beamten O. los und wollte ihn schlagen. Es kam zu einer Auseinandersetzung. Dabei erlitt der heute 36-jährige Polizist folgende Verletzungen

Der Polizist wurde mit einem Rettungswagen zur stationären Behandlung in eine Klinik nach Hamburg gebracht. Nach diesem Angriff war er mehr als sieben Monate dienstunfähig und spürt die Folgen noch heute. Andere Verstärkungskräfte konnten dann die randalierende Person festhalten und festnehmen.

Nun erhält der Polizeioberkommissar, der zwischenzeitlich in Lübeck Dienst macht, für sich und seine Familie einen 7-tägigen Aufenthalt im CenterParc in der Lüneburger Heide.

Der Hilfs- und Unterstützungsfonds für Polizeibeschäftigte und deren Familien in Not e.V. ist eine gemeinnützige Einrichtung, die es sich seit dem Jahre 2001 zur Aufgabe gemacht hat, im Dienst schwer verletzten oder gar getöteten Polizisten bzw. deren Angehörigen und Familien in ihrer schwierigen Situation mit einer Zuwendung, die den speziellen Verhältnissen angemessen ist, unter die Arme zu greifen.

Wie in den Jahren zuvor ist festzustellen, dass der polizeiliche Alltag – Präsenzstreifen, Familienstreitigkeiten, Verkehrskontrollen, Durchsuchungen oder Festnahmen in Schleswig-Holstein immer wieder Gefahren birgt:

1.180 Taten wurden im Jahr 2019 registriert, 2025 waren es 1.480 – allein im Bereich der PD Lübeck wurden 307 registriert. 129 wurden davon von minderjährigen Tatverdächtigen begangen. Das bedeutet, dass es durchschnittlich jeden Tag in Schleswig-Holstein mehr als vier Übergriffe gegeben hat. An 591 Tagen waren Polizistinnen und Polizisten im vergangenen Jahr als Folge von Gewalteinwirkungen dienstunfähig.

Seit Bestehen hat dieser Fonds in über 380 Fällen bei Polizistinnen und Polizisten Unterstützung durch Zuwendungen geleistet. Dabei wurden über 400.000 EUR ausgezahlt.

Vorsitzender Andreas Breitner: „Wir sind uns im Klaren, dass unsere Unterstützung weder eine Verarbeitung des Erlebten noch eine Wiedergutmachung darstellt, sie ist aber ein wichtiges Zeichen gesellschaftlicher Solidarität.“

Der Hilfsfonds arbeitet rein ehrenamtlich; Vorstandsmitglieder sind neben dem Vorsitzenden Breitner, Minister a.D. Dr. Bernd Buchholz, Landrat Ingo Sander, Oliver Malchow, früherer Leitender Polizeidirektor und Karl Hermann Rehr, Landesgeschäftsführer der GdP Schleswig-Holstein a.D.

Der Hilfsfonds verfügt über Spenden von Bürgerinnen und Bürgern, die sich der Arbeit der Polizei verpflichtet fühlen, sowie von Gerichten und Staatsanwaltschaften verhängten Bußgeldern und Geldstrafen. Die Kontoverbindung des Hilfs- und Unterstützungsfonds lautet:

PSD Bank Nord eG

IBAN: DE26 2009 0900 3395 0146 00 BIC: GENODEF1P08

Quelle: Presseportal

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