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Hamburg: Polizei zieht Sattelzug auf der A7 aus dem Verkehr

Ein polnischer Sattelzug mit erheblichen Sicherheitsmängeln wurde auf der A7 gestoppt. Die technische Untersuchung ergab gravierende Mängel und die Weiterfahrt wurde untersagt.

Foto: unsplash

Neumünster (ost)

Neumünster (PD) – Im Zuge der grenzüberschreitenden Verkehrsüberwachungsaktion „Truck & Bus“ stoppten Beamte des Polizeiautobahn- und Bezirksreviers am Donnerstagabend (13.02.2025) auf der A7 einen polnischen Sattelzug mit erheblichen Sicherheitsmängeln. Der Sattelzug wurde von Experten als unmittelbare Gefahr für die Verkehrssicherheit eingestuft.

Nach aktuellen Ermittlungen wurde der Sattelzug am Donnerstagabend gegen 21:30 Uhr von einem Kontrollteam der Polizei auf der A7 in Richtung Hamburg entdeckt. Bei der ersten Inspektion fanden die Beamten in dem stark beschädigten Kühlauflieger drei unzureichend gesicherte Fahrzeuge. Nur ein transportierter Traktor war ordnungsgemäß gesichert. Ein Kleintransporter und ein SUV waren dagegen ungesichert geladen.

Die technische Prüfung durch einen DEKRA-Sachverständigen am nächsten Tag ergab schwerwiegende Mängel: An der Zugmaschine wurden unter anderem undichte Kraftstoffleitungen mit akuter Brandgefahr sowie erhebliche Ölverluste festgestellt. Der Auflieger wurde von den Experten als „schrottreif“ eingestuft. Besonders kritisch: Die tragenden Querträger waren durchgerostet, was zu einem unmittelbaren Konstruktionsversagen hätte führen können.

Die Polizei untersagte sofort die Weiterfahrt. Ein Bergungsunternehmen brachte sowohl die Zugmaschine als auch den Auflieger zu einem sicheren Standort. In Zusammenarbeit mit der Zulassungsstelle und dem Kraftfahrt-Bundesamt wird sichergestellt, dass die Fahrzeuge erst nach Wiederherstellung eines verkehrssicheren Zustandes wieder am Straßenverkehr teilnehmen können. Für den Auflieger steht aufgrund seines desolaten Zustands eine Verschrottung im Raum.

Gegen den Fahrer wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Die beiden polnischen Halterfirmen müssen mit erheblichen Kosten rechnen – unter anderem für Gutachten, Bergung, Unterstellung und mögliche Verschrottung der Fahrzeuge. Zusätzlich wird die Einziehung von Taterträgen sowie ersparten Aufwendungen für unterlassene Reparaturen geprüft.

Die laufende ROADPOL-Kontrollaktion „Truck & Bus“ wird in den kommenden Tagen mit wechselnden regionalen Schwerpunkten fortgesetzt. Dabei überprüfen die Beamten insbesondere die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten sowie den technischen Zustand der Fahrzeuge und die Ladungssicherheit.

Mit freundlichen Grüßen,

Philipp Feddersen

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 32.794 Verkehrsunfälle. Davon waren 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Fälle aus, was 3,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 292 Fällen registriert, was 0,89% ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916 Fälle, was 85,13% entspricht. Innerorts gab es 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 32.794
Unfälle mit Personenschaden 3.356
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.230
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 292
Übrige Sachschadensunfälle 27.916
Ortslage – innerorts 2.829
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 1.003
Ortslage – auf Autobahnen 400
Getötete 34
Schwerverletzte 611
Leichtverletzte 3.587

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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