Schwerer Unfall auf der BAB1: Mann und Kind verletzt, Verdacht auf Alkoholeinfluss und fahrlässige Körperverletzung
Hamburg: Verkehrsunfall zwischen Pkw und Lkw

Lübeck (ost)
+++ Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Lübeck und der Polizeidirektion Lübeck +++
In der Nacht von Freitag auf Samstag (05.09.2026) ereignete sich auf der Autobahn 1 von Fehmarn in Richtung Hamburg ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem ein Mann und ein Kind schwer und ein weiterer Mann leicht verletzt wurden. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs infolge des Konsums alkoholischer Getränke und wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung aufgenommen.
Um 00:50 Uhr fuhr ein 42-jähriger Mann aus Hamburg mit seinem Seat auf der Autobahn 1 in Richtung Hamburg. Ersten Informationen zufolge fuhr er aus bisher unbekannten Gründen kurz vor der Ausfahrt Eutin auf einen vor ihm fahrenden Lastwagen auf. Beide Fahrzeuge gerieten ins Schleudern. Der Lastwagen kippte nach links und blieb an der Außenschutzplanke liegen, während der Seat gegen die Mittelschutzplanke prallte. Das Fahrzeug verkeilte sich an der Mittelschutzplanke und fing Feuer.
Bei dem Unfall wurden der 42-jährige Hamburger und ein ebenfalls im Auto befindliches 10-jähriges Kind schwer verletzt. Der 55-jährige Lastwagenfahrer erlitt leichte Verletzungen. Alle Beteiligten wurden von Rettungskräften in Krankenhäuser gebracht.
Die Fahrzeuge wurden stark beschädigt und verloren Betriebsstoffe, die von der Freiwilligen Feuerwehr aufgenommen wurden. In beiden Fällen wird von einem wirtschaftlichen Totalschaden ausgegangen. Die Fahrzeuge wurden abgeschleppt.
Für die Rettungs- und Aufräumarbeiten wurde die Autobahn 1 in Richtung Hamburg vollständig gesperrt. Während der Unfallaufnahme bemerkten die Polizeibeamten Alkoholgeruch beim Lastwagenfahrer. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen vorläufigen Wert von 1,79 o/oo. Die Beamten ordneten daraufhin die Entnahme einer Blutprobe an.
Aufgrund der Schwere des Unfalls konsultierten die Beamten die Bereitschaftsstaatsanwältin der Staatsanwaltschaft Lübeck. Diese ordnete die Entnahme einer Blutprobe beim 42-jährigen Mann an. Außerdem wurde auf Anweisung der Staatsanwaltschaft ein Sachverständiger zum Unfallort gerufen, um den Unfallhergang zu klären.
Die Polizei hat nun ein Ermittlungsverfahren gegen den 42-jährigen Hamburger (deutsche Staatsangehörigkeit) wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung und gegen den 55-jährigen Mann (serbische Staatsangehörigkeit) wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs infolge des Konsums alkoholischer Getränke eingeleitet.
Dr. Jens Buscher – Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck
Anna Julia Meyer – Pressesprecherin der Polizeidirektion Lübeck
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon hatten 3.356 Unfälle einen Personenschaden (10,23%), 1.230 schwere Unfälle nur mit Sachschaden (3,75%) und 292 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht (0,89%). Die restlichen Unfälle waren Sachschadensunfälle (27.916, 85,13%). Innerorts gab es 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








