Über 7.500,- Euro Einfuhrabgaben erhoben Zöllnerinnen und Zöllner am Hamburger Flughafen. Rund 2.500 Gepäckstücke reisten im Juni 2026 ohne ihre Besitzer aus Drittländern über den Hamburger Flughafen ein.
Hamburg: Zoll entdeckt Fahrrad aus China im Wert von 8.000.-EUR

Itzehoe (ost)
Rund 2.500 Gepäckstücke reisten im Juni 2026 ohne ihre Besitzer aus Drittländern über den Hamburger Flughafen ein. Bei der Kontrolle eines nachgesandten Gepäckstücks stellten Zöllnerinnen und Zöllner des Hauptzollamtes Itzehoe am Flughafen in Hamburg ein neues Fahrrad im Wert von rund 8.000.- EUR fest. Für die Einfuhr wurden daraufhin Abgaben von insgesamt mehr als 7.500.- EUR fällig.
In einem aktuellen Fall hatte ein Reisender nach dem Verlust seines Gepäckstücks eine Verlustmeldung und gleichzeitig eine Zollinhaltserklärung abgegeben. Darin erklärte er, dass sich in dem verlorengegangenen Reisgepäck keine anmeldepflichtigen Waren befänden.
Bei der Überprüfung des nachgesandten Gepäckstücks machten die Zöllnerinnen und Zöllner des Hamburger Flughafens jedoch eine überraschende Entdeckung: Statt lediglich persönlicher Reiseutensilien, befand sich darin ein Fahrrad aus China im Wert von rund 8.000.- EUR. “Auch bei der Kontrolle von nachgesandtem Reisegepäck schauen wir genau hin. Entscheidend ist nicht, ob ein Gepäckstück verloren gegangen ist, sondern was tat-sächlich darin transportiert wird. In diesem Fall stimmte die abgegebene Zollinhaltserklärung eindeutig nicht mit dem tatsächlichen Inhalt des Koffers überein” erklärt Me-lanie Roschlaub, Pressesprecherin des Hauptzollamtes Itzehoe. Für das Fahrrad waren anschließend entsprechende Einfuhrabgaben zu entrichten. Neben 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer wurde ein Antidumpingzoll von 48,5 Prozent sowie ein Zollsatz von 14 Prozent erhoben. Insgesamt beliefen sich die festgesetzten Einfuhrabgaben damit auf mehr als 7.500.-EUR.
Der Reisende muss sich nun neben der Entrichtung der Einfuhrabgaben zusätzlich mit einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung auseinandersetzen.
Quelle: Presseportal








