Ein 80-jähriger Autofahrer verursachte gefährliche Situationen auf der Autobahn, Polizei leitete umfangreiche Maßnahmen zur Unterbindung der Falschfahrt ein.
Harrislee: Falschfahrer gestoppt auf A7 Oeversee

A7 / Oeversee (ost)
Am späten Freitagabend (08.05.2026) ereignete sich auf der Autobahn 7 in Richtung Norden eine gefährliche Falschfahrt. Ein 80-jähriger Fahrer lenkte einen grauen Skoda entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung auf der Nordspur.
Um etwa 23:20 Uhr bemerkte eine Streifenwagenbesatzung des Polizei-Autobahn- und Bezirksreviers Nord im Bereich Harrislee plötzlich entgegenkommende Scheinwerfer auf dem Überholfahrstreifen. Die Beamten mussten auf den Standstreifen ausweichen und schalteten sofort Blaulicht und Warnblinklicht ein. Trotzdem setzte der Falschfahrer seine Fahrt fort.
Es wird angenommen, dass der Fahrer bereits an der Anschlussstelle Harrislee falsch auf die Autobahn eingefahren war und dann etwa 28 Kilometer entgegen der Fahrtrichtung bis kurz vor Schleswig fuhr. Während der Fahrt kam es mehrmals zu gefährlichen Situationen mit entgegenkommenden Fahrzeugen. Mehrere Verkehrsteilnehmer mussten stark bremsen oder auf den Standstreifen ausweichen, um Kollisionen zu vermeiden.
Um die Falschfahrt zu stoppen, wurden umgehend umfangreiche polizeiliche Maßnahmen ergriffen: Einsatzkräfte begleiteten das Fahrzeug parallel auf der Gegenfahrbahn und versuchten mehrmals, den Fahrer durch Sondersignale und Ansprache zum Anhalten zu bewegen. Gleichzeitig wurde hinter dem Parkplatz Arenholz eine Vollsperrung auf der Nordspur eingerichtet. Dort wurden mehrere Sattelzüge quer über die Fahrbahn gestellt, Polizeifahrzeuge mit eingeschaltetem Blaulicht positioniert und Stopsticks ausgelegt.
Gegen 23:45 Uhr erreichte das Fahrzeug die Sperrstelle. Der Skoda fuhr über die Stopsticks, wodurch beide Vorderreifen beschädigt wurden. Anschließend konnte das Fahrzeug von den Beamten gestoppt werden und der Fahrer wurde unverletzt aus dem Auto geholt.
Der 80-jährige Fahrer aus Flensburg schien desorientiert zu sein und schien sich der Gefahr seiner Fahrt nicht bewusst zu sein. Der Rettungsdienst und ein Notarzt untersuchten den Fahrer vor Ort. Es wurde keine akute medizinische Notlage festgestellt. Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ein und der Führerschein des Mannes wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt.
Weitere Verkehrsteilnehmer, die durch die Falschfahrt gefährdet wurden oder Informationen zum Fahrverlauf haben, werden gebeten, sich beim Polizei-Autobahn- und Bezirksrevier Nord unter 04621-94520 oder per E-Mail (schleswig.pabr@polizei.landsh.de) zu melden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon gab es 3.356 Unfälle mit Personenschaden, was 10,23% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 Unfälle aus, was 3,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 292 Fällen gemeldet, was 0,89% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 27.916 Fälle, was 85,13% ausmacht. Innerorts gab es 2.829 Unfälle (8,63%), außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 Unfälle (3,06%) und auf Autobahnen 400 Unfälle (1,22%). Die Anzahl der Getöteten betrug 34, Schwerverletzte 611 und Leichtverletzte 3.587.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 32.794 |
| Unfälle mit Personenschaden | 3.356 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.230 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 292 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 27.916 |
| Ortslage – innerorts | 2.829 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 1.003 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 400 |
| Getötete | 34 |
| Schwerverletzte | 611 |
| Leichtverletzte | 3.587 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








