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Hassee: Polizei ermittelt nach versuchtem Tötungsdelikt

In Hassee wurde ein 13-Jähriger durch Messerstich verletzt. Sieben Personen wurden festgenommen, weitere Details folgen.

Foto: Depositphotos

Kiel (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Kiel und des Polizeipräsidiums Kiel

Am Sonntagabend ereignete sich in Hassee ein versuchtes Tötungsdelikt, bei dem ein 13-Jähriger schwer verletzt wurde. Nach intensiven Fahndungsmaßnahmen nahm die Polizei insgesamt sieben Personen fest.

Nach aktuellen Ermittlungen sollen mehrere junge Verdächtige gegen 19 Uhr einen 13-Jährigen unter einem Vorwand aus der Wohnung seiner Wohngruppe im Stadtteil Hassee gelockt haben. Dort kam es zu einem Streit, bei dem einer der Täter den 13-Jährigen mit einem Messerstich verletzt haben soll. Die Tätergruppe flüchtete zunächst vom Tatort. Es wurden umfangreiche Fahndungsmaßnahmen durchgeführt.

Im Verlauf der Nacht wurden sieben Verdächtige festgenommen, die bei der Tat anwesend gewesen sein sollen. Sie befinden sich derzeit in Polizeigewahrsam. Die Staatsanwaltschaft wird im Laufe des Tages entscheiden, ob Untersuchungshaft gegen die Verdächtigen beantragt werden soll. Es werden keine weiteren Informationen zum Tathergang bekannt gegeben.

Beamte des 3. Polizeireviers Kiel konnten den Verletzten erfolgreich reanimieren. Nach einer sofortigen Operation im Krankenhaus befindet er sich derzeit auf der Intensivstation. Sein Zustand ist mittlerweile stabil.

Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die die Tat beobachtet haben und noch keine Aussage bei der Polizei gemacht haben, sich zu melden. Hinweise werden von den Ermittlern unter 0431 / 160 3333 entgegengenommen.

Michael Bimler / Staatsanwaltschaft Kiel Stephanie Lage / Polizeidirektion Kiel

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, wovon 55 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, darunter 56 Männer, 6 Frauen und 29 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 74, wovon 66 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 77 Verdächtige, darunter 67 Männer, 10 Frauen und 28 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Mordfälle in Deutschland registriert – insgesamt 470.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70 74
Anzahl der aufgeklärten Fälle 55 66
Anzahl der Verdächtigen 62 77
Anzahl der männlichen Verdächtigen 56 67
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6 10
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 29 28

Quelle: Bundeskriminalamt

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