Polizei findet 17 Cannabispflanzen in unbewohntem Haus, Besitzer nicht vor Ort, Ermittlungen laufen.
Hasseldieksdamm: Illegaler Cannabis-Anbau im Reihenhaus entdeckt

Kiel (ost)
Im Herbst des letzten Jahres informierte ein Zeuge die Polizei darüber, dass in einem Reihenhaus im Stadtteil Hasseldieksdamm offenbar Cannabis angebaut wird. Intensive Untersuchungen führten die Polizeikräfte zu einem Reihenhaus im Martenshofweg. Bei einer von dem Amtsgericht Kiel angeordneten Durchsuchung fanden die Beamten am Montag eine Plantage mit 17 Pflanzen. Die Ermittlungen wurden vom Kommissariat 17 der Bezirkskriminalinspektion Kiel aufgenommen.
Am vergangenen Donnerstag durchsuchten Polizeikräfte nach gerichtlicher Anordnung das Reihenhaus. Sie beschlagnahmten insgesamt 17 Cannabispflanzen mit einem Gesamtgewicht von gut 4 Kilogramm. Das gesamte Reihenhaus, das sich über drei Etagen und einen Kellerraum erstreckt, war unbewohnt und diente ausschließlich dem Anbau von Cannabispflanzen. Die Polizeikräfte entdeckten im Haus neben den Cannabispflanzen auch drei Grow-Zelte, die mit unterschiedlicher Technik ausgestattet waren. Sie stellten mehrere Kanister mit Dünger, zahlreiche Trocknungsnetze, Lampen und verschiedene Lüfter sicher.
Die 66- und 33-jährigen Hausbesitzer waren zum Zeitpunkt der Durchsuchung nicht anwesend. Mit der Anzahl der beschlagnahmten Pflanzen besaßen die Verdächtigen deutlich mehr Cannabispflanzen als zukünftig erlaubt, sollte das Gesetz zur Legalisierung von Cannabis wie derzeit geplant verabschiedet werden.
Das Kommissariat 17 der Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Verdächtigen müssen sich in einem Strafverfahren wegen des Besitzes und Handels mit Betäubungsmitteln verantworten.
Stephanie Lage
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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2021/2022
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2021 und 2022 sind rückläufig. Im Jahr 2021 wurden 11.693 Fälle erfasst, während es im Jahr 2022 nur noch 10.944 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 10.509 auf 9.931. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 9.190 auf 8.645 zurück, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 7.938 auf 7.470 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1.252 auf 1.175 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1.576 auf 1.664. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 mit 70.510 die höchste Anzahl an erfassten Drogenfällen in Deutschland.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.693 | 10.944 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 10.509 | 9.931 |
| Anzahl der Verdächtigen | 9.190 | 8.645 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.938 | 7.470 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.252 | 1.175 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.576 | 1.664 |
Quelle: Bundeskriminalamt








