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Heide: Autofahrer flüchtet vor Verkehrskontrolle

In Heide flüchtete ein Autofahrer mit hohem Tempo vor einer Verkehrskontrolle, wurde gestoppt und es laufen mehrere Strafverfahren gegen ihn.

Foto: unsplash

Heide (ost)

In der Nacht zum Samstag hat ein Fahrer in Heide eine Verkehrskontrolle umgangen und ist mit sehr hoher Geschwindigkeit durch die Stadt und in Richtung Nordhastedt gefahren. Polizeibeamte stoppten den Mann kurz darauf. Mehrere Strafverfahren wurden gegen ihn eingeleitet.

Um 00:50 Uhr waren zwei Beamte des Polizeireviers Heide auf Streifenfahrt in der Waldschlösschenstraße, als sie einen schwarzen BMW mit polnischem Kennzeichen bemerkten. Sie planten, das Fahrzeug im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle zu überprüfen. Bevor es dazu kam, beschleunigte der Fahrer stark und entzog sich der Kontrolle.

Der BMW fuhr dann mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch mehrere Straßen im Stadtgebiet von Heide und setzte seine Fahrt in Richtung Nordhastedt fort. Trotz Blaulicht, Einsatzhorn und Anhaltesignal konnte der Streifenwagen zeitweise selbst bei sehr hoher Geschwindigkeit nicht zu dem Fahrzeug aufschließen. Kurz vor einem Kreisverkehr kam es fast zu einer Kollision mit einer Verkehrsinsel. Schließlich stoppte das Fahrzeug in der Hauptstraße in Nordhastedt.

Bei der folgenden Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der 37-jährige rumänische Verdächtige aus dem Kreis Dithmarschen offensichtlich unter Alkoholeinfluss stand. Er zeigte ein deutlich alkoholtypisches Verhalten. Ein Atemalkoholtest konnte nicht durchgeführt werden. Außerdem hatte er keine gültige Fahrerlaubnis. Bei der Durchsuchung des BMW fanden die Beamten auch ein kombiniertes Einhandmesser mit Schlagring.

Die Einsatzkräfte brachten den Mann zum Polizeirevier Heide, wo ein Arzt eine Blutprobe entnahm. Während der Fahrt dorthin leistete der Beschuldigte Widerstand, indem er mehrmals versuchte, die Beamten zu treten. Zudem bedrohte er sie verbal mit Gewalt. Anschließend wurde er zur Ausnüchterung in Polizeigewahrsam genommen.

Die Polizei in Heide ermittelt nun unter anderem wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Trunkenheit im Verkehr, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung und des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Der Verdacht eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens gilt auch dann, wenn nur ein Fahrzeug beteiligt ist. Das Gesetz umfasst auch Fälle, in denen ein Fahrer mit unangepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig sowie rücksichtslos fährt, um die höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen.

Björn Gustke

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Schleswig-Holstein für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Schleswig-Holstein im Jahr 2023 zeigt insgesamt 32.794 Unfälle. Davon endeten 3.356 (10,23%) mit Personenschaden. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.230 (3,75%) der Gesamtzahl aus, während 292 (0,89%) Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel standen. Die restlichen 27.916 (85,13%) Unfälle waren Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 2.829 (8,63%) Unfälle, außerorts (ohne Autobahnen) 1.003 (3,06%) und auf Autobahnen 400 (1,22%). Insgesamt gab es 34 Getötete, 611 Schwerverletzte und 3.587 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 32.794
Unfälle mit Personenschaden 3.356
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.230
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 292
Übrige Sachschadensunfälle 27.916
Ortslage – innerorts 2.829
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 1.003
Ortslage – auf Autobahnen 400
Getötete 34
Schwerverletzte 611
Leichtverletzte 3.587

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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