Die Polizei durchsuchte eine Lokalität in Heide wegen Verdachts auf Drogenhandel. Vier Personen wurden festgenommen und Beweismittel sichergestellt.
Heide: Vier Festnahmen bei Durchsuchungsmaßnahmen

Heide (ost)
Am Dienstag wurde eine Lokalität in Heide von der Polizei durchsucht. Der Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln. Vier Personen wurden von den Einsatzkräften festgenommen und Beweismittel wurden sichergestellt.
Die Kriminalpolizei Heide begann um 15:30 Uhr mit der Durchsuchung eines Betriebs in der Süderstraße. Einsatzkräfte der Polizeidirektion Itzehoe, des Zolls und der Bereitschaftspolizei aus Eutin unterstützten die Maßnahmen. Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Itzehoe, des Kreises Dithmarschen und der Stadt Heide waren ebenfalls an dem Einsatz beteiligt.
Die Maßnahmen basieren auf einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln. In der Vergangenheit gingen regelmäßig Hinweise aus der Bevölkerung bei der Heider Kriminalpolizei ein, dass Personen in den Räumlichkeiten mit Drogen handeln. Der Tatverdacht richtet sich derzeit nicht gegen den Eigentümer der Lokalität. Die Ermittler befragen ihn als Zeugen.
In dem Gebäude trafen die Einsatzkräfte einen Mann an, gegen den bereits ein Haftbefehl wegen des Verdachts des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln vorlag. Die Beamten nahmen ihn fest. Er soll am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden.
Zusätzlich wurden drei weitere Personen von den Einsatzkräften festgenommen. Bei zwei von ihnen wurden Maßnahmen zur Abschiebehaft eingeleitet. Für die dritte Person plant die Staatsanwaltschaft ebenfalls einen Haftbefehl zu beantragen.
Während der Durchsuchung fanden die Ermittler verschiedene Beweismittel, darunter Betäubungsmittel in nicht geringer Menge. Die Auswertung der sichergestellten Gegenstände und die Ermittlungen dauern an.
Björn Gustke
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 10.838 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 9.931 auf 9.644 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 8.645 auf 8.326, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 7.470 auf 7.225 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1.175 auf 1.101 fiel. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1.664 auf 1.795. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73.917 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 10.944 | 10.838 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 9.931 | 9.644 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.645 | 8.326 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.470 | 7.225 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.175 | 1.101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.664 | 1.795 |
Quelle: Bundeskriminalamt








