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Henstedt-Ulzburg: BAO SuSi – Schwerpunkteinsatz gegen Taschendiebstahl

Mehrfache Festnahmen von Tatverdächtigen in Norderstedt, Pinneberg und Kaltenkirchen durch Polizei nach erfolgreichen Einsätzen zur Eigentumskriminalität.

Sichergestelltes Stehlgut aus den Ladendiebstählen vom Donnerstag
Foto: Presseportal.de

Kreis Pinneberg / Kreis Segeberg (ost)

In der letzten Woche (06.07.2026 bis 10.07.2026) wurde ein Schwerpunkteinsatz der Brennpunktdienste der Polizeireviere Norderstedt, Pinneberg und Kaltenkirchen zur Bekämpfung der Eigentumskriminalität in Verbrauchermärkten der Kreise Segeberg und Pinneberg unter der Leitung des Brennpunktdienstes Norderstedt durchgeführt. Der Grund sind weiterhin hohe Zahlen von Taschen- und Trickdiebstählen in diesen Bereichen.

Während des Einsatzes wurden verschiedene Straftaten von den eingesetzten Kräften festgestellt und Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Polizisten waren hauptsächlich in zivil unterwegs. Das Einsatzkonzept orientierte sich an den Prinzipien der BAO SuSi, die seit Anfang Juni läuft.

Am Montag wurden drei georgische Staatsangehörige (männlich, 50, 40 und 36 Jahre) vorläufig festgenommen, nachdem sie in Henstedt-Ulzburg gemeinsam eine Geldbörse gestohlen und versucht hatten, die entwendete Bankkarte an einem Geldautomaten zu benutzen. Die Beamten verhinderten einen finanziellen Schaden durch ihr schnelles Eingreifen.

Am Mittwoch entdeckten die Polizeikräfte vier georgische Staatsangehörige (männlich, 35, 2x 29 und 23 Jahre), die sich illegal in Deutschland aufhielten und einer unerlaubten Beschäftigung nachgingen. Die Beamten wurden auf das Fahrzeug der Gruppe aufmerksam aufgrund von Informationen aus früheren Einsätzen.

Ebenfalls am Mittwoch wurden in Norderstedt zwei rumänische Staatsangehörige (männlich, 31 Jahre und weiblich, 30 Jahre) vorläufig festgenommen, nachdem sie gebrauchte Druckerpatronen in mehreren Verbrauchermärkten in den Kreisen Segeberg und Pinneberg gestohlen hatten, vermutlich mit der Absicht, sie später gewinnbringend zu verkaufen. Die gestohlene Ware wurde sichergestellt.

Am Donnerstag beobachteten die eingesetzten Beamten zwei rumänische Staatsangehörige (weiblich, 39 und 38 Jahre) beim Ladendiebstahl und nahmen sie nach der Tat fest. Bei weiteren Maßnahmen stellten die Beamten fest, dass die Personen an diesem Tag wahrscheinlich bereits zwei weitere Diebstähle begangen hatten.

Außerdem entdeckten die Einsatzkräfte am Donnerstag drei Klemmbrettbetrüger, die vorgaben, gehörlos zu sein und Spenden für den nicht existierenden „Landesverband für behinderte und taubstumme Kinder“ zu sammeln. Es handelte sich um einen betrügerischen Vorwand der drei rumänischen Staatsangehörigen (männlich, 27 und 23 Jahre sowie weiblich, 19 Jahre), vermutlich um sich selbst zu bereichern. Die Personen konnten keine Behinderungen nachweisen.

Am Freitag wurde bei einer Fahrzeugkontrolle festgestellt, dass ein georgischer Staatsangehöriger (männlich, 35 Jahre) ohne Fahrerlaubnis gefahren war. Die Weiterfahrt wurde untersagt.

Ebenfalls am Freitag kontrollierten die Polizisten einen Spendensammler und stellten bei Überprüfungen einen offenen Haftbefehl wegen Betrugs fest. Sie nahmen den Mann fest und brachten ihn in eine Justizvollzugsanstalt.

Die vorläufig festgenommenen Personen während des Einsatzes wurden nach erkennungsdienstlichen Maßnahmen und der Einleitung von Strafverfahren aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Es lagen keine Haftgründe vor.

Im Rahmen der BAO SuSi wird die Polizeiarbeit innerhalb der Polizeidirektion Bad Segeberg durch verbesserte Kommunikationswege über die Grenzen der Polizeireviere hinaus vernetzt. Der Zusammenschluss der Brennpunktdienste ist ein Schritt zur effizienteren Bekämpfung der Kriminalität im öffentlichen Raum. Schwerpunkteinsätze wie dieser bestätigen die Wirksamkeit der Maßnahmen. Solche Einsätze werden daher künftig wiederholt.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Taschendiebstählen in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Taschendiebstahlraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 3346 Fälle gemeldet, wovon 160 gelöst wurden. Es gab insgesamt 157 Verdächtige, darunter 119 Männer und 38 Frauen. 109 der Verdächtigen waren nicht deutsch. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der gemeldeten Fälle auf 3432, von denen 258 gelöst wurden. Es gab insgesamt 209 Verdächtige, darunter 175 Männer und 34 Frauen. 140 der Verdächtigen waren nicht deutsch. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an gemeldeten Taschendiebstahlfällen in Deutschland mit 39519 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 3.346 3.432
Anzahl der aufgeklärten Fälle 160 258
Anzahl der Verdächtigen 157 209
Anzahl der männlichen Verdächtigen 119 175
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 38 34
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 109 140

Quelle: Bundeskriminalamt

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