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Henstedt-Ulzburg: Brand auf landwirtschaftlichem Gehöft

Feuerwehr rettet vier Personen aus brennendem Anwesen in Henstedt-Ulzburg.

Henst-Ulzburg 01.10.26
Foto: Presseportal.de

Henstedt-Ulzburg (ost)

Am Donnerstag, dem 1. Oktober 2026, brach in den späten Abendstunden ein Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen an der Kadener Chaussee in Henstedt-Ulzburg aus. Mehrere Anrufer der Kooperativen Regionalleitstelle West Elmshorn meldeten gegen 22:25 Uhr eine starke Rauchentwicklung auf einem landwirtschaftlichen Betrieb. Gemäß der gültigen Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) wurde die Freiwillige Feuerwehr Henstedt-Ulzburg mit dem Einsatzstichwort “FEU G” (Feuer, größer als Standard) alarmiert.

Schon bei der Anfahrt war eine deutliche Rauchentwicklung sowie ein heller Feuerschein über dem Einsatzgebiet zu sehen. Als die ersten Kräfte eintrafen, standen die Stallungen und das angrenzende Reetdachhaus in Vollbrand. Aufgrund von Hinweisen von Anwohnern bestand zunächst der Verdacht, dass sich noch Personen im Gebäude befinden könnten. Basierend auf diesen Informationen wurde das Einsatzstichwort sofort auf “FEU 2 Y” (Feuer, 2 Löschzüge, Menschenleben in Gefahr) erhöht und die gesamte Gemeindefeuerwehr Henstedt-Ulzburg alarmiert. Die Feuerwehr führte sofort gezielte Suchaktionen zur Rettung von Menschen durch und konnte zwei Personen aus dem Gebäude retten. Diese wurden dem Rettungsdienst übergeben. Zwei weitere Personen befanden sich im Freien und wurden ebenfalls vom Rettungsdienst versorgt. Alle vier Personen wurden zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Aufgrund der schnellen Ausbreitung des Feuers wurde das Einsatzstichwort im Verlauf auf “FEU 4” (Feuer, vier Löschzüge) erhöht und die freiwilligen Feuerwehren aus Alveslohe und Kaltenkirchen zur Unterstützung alarmiert. Die Feuerwehren aus Alveslohe und Kaltenkirchen halfen unter anderem beim Aufbau der Wasserversorgung, die in diesem Bereich schwierig war. Daher musste eine Wasserförderung über lange Strecken eingerichtet werden, um eine kontinuierliche Löschwasserversorgung sicherzustellen.

Die Brandbekämpfung erfolgte ausschließlich von außen mit neun handgeführten C-Strahlrohren und zwei Wenderohren über die Hubrettungsgeräte aus Henstedt-Ulzburg und Kaltenkirchen. Der Fokus lag auf der gezielten Brandbekämpfung sowie dem Schutz benachbarter Gebäudeteile und der Verhinderung einer Ausbreitung auf weitere Bereiche des landwirtschaftlichen Anwesens. Das Technische Hilfswerk riss Teile des Gebäudes ab, damit Glutnester und brennendes Reet gelöscht werden konnten. Zur Unterstützung des THWs wurde auch ein privates Unternehmen mit Baggern hinzugezogen.

Gegen 4:49 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Ellerau zur Einsatzstelle gerufen, um einzelne Feuerwehrleute abzulösen.

Im Verlauf des Einsatzes wurden zwei Feuerwehrleute leicht verletzt. Beide konnten vor Ort vom Rettungsdienst versorgt werden und mussten nicht ins Krankenhaus gebracht werden.

Leider kam für 30 Kälber jede Hilfe zu spät. Das Veterinäramt traf entsprechende Maßnahmen.

Insgesamt waren etwa 150 Einsatzkräfte im Einsatz.

Verwendete Kräfte:

Freiwillige Feuerwehr Henstedt-Ulzburg

Freiwillige Feuerwehr Alveslohe Freiwillige Feuerwehr Kaltenkirchen Freiwillige Feuerwehr Ellerau Kreisfeuerwehrverband Segeberg: stellv. Kreiswehrführer, Pressesprecher Technische Einsatzleitung: Teileinheit Drohne und Einsatzleitwagen 2 Deutsches Rotes Kreuz: Fachberater, Verpflegungszug Süd Technisches Hilfswerk: Fachberater, Ortsverbände Norderstedt, Bad Segeberg und Hamburg-Wandsbek Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) mit fünf Rettungswagen und einem Notarzt Malteser Hilfsdienst Ortsverband Norderstedt: Psychosoziale Notfallversorgung für Betroffene Polizei Segeberg und Pinneberg Kreisveterinäramt

Quelle: Presseportal

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