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Henstedt-Ulzburg: Feuer in Alveslohe, Einsatzkräfte bekämpfen Brand zwischen Einfamilienhäusern

Zwei Einfamilienhäuser betroffen, 200 Einsatzkräfte vor Ort, Ursache unklar, Polizei ermittelt, Bewohner betreut

Foto: Unsplash

Alveslohe (ost)

Am Donnerstagabend, dem 09.04.2026, gegen 21:35 Uhr gingen mehrere Notrufe aus der Straße „Auf dem Felde“ in Alveslohe bei der Kooperativen Regionalleitstelle West in Elmshorn ein. Die Anrufer berichteten von hohen Flammen und starkem Rauch in einem Wohngebiet.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Alveslohe und Ellerau wurden sofort mit dem Einsatzstichwort „FEU G“ (Feuer, größer als Standard) zum Brandort alarmiert. Während sich die Einsatzkräfte auf dem Weg zum Feuerwehrgerätehaus befanden, meldeten sich weitere Anrufer und berichteten, dass das Feuer bereits auf ein Gebäude übergegriffen hatte und mindestens eine Person vermisst wurde. Daraufhin wurde das Einsatzstichwort auf „FEU 2 Y“ (Feuer, zwei Löschzüge, Menschenleben in Gefahr) erhöht und zusätzliche Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes nachalarmiert.

Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, war ein deutlicher Feuerschein zwischen zwei Gebäuden zu sehen. Eine Holzkonstruktion zwischen zwei Einfamilienhäusern stand in Vollbrand. Das Feuer hatte bereits auf die Dachstühle der Häuser übergegriffen, wobei in einem der Gebäude der Brand im Dachbereich bereits erheblich fortgeschritten war.

Nach der ersten Erkundung stellte sich heraus, dass entgegen der ursprünglichen Meldung keine Personen mehr in den Gebäuden waren. Daher war keine Rettung erforderlich, und die Maßnahmen konzentrierten sich vollständig auf die Brandbekämpfung, die sofort eingeleitet wurde.

In der Anfangsphase wurden vier Atemschutztrupps mit Strahlrohren im Innen- und Außenangriff eingesetzt. Gleichzeitig wurde der Teleskopmast aus Kaltenkirchen aufgestellt, um den betroffenen Dachstuhl eines der Einfamilienhäuser zu öffnen. Später wurde über die Drehleiter aus Ellerau der zweite Dachstuhl geöffnet.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung in der Umgebung wurde um 21:59 Uhr eine Warnmeldung für die Bevölkerung herausgegeben, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Durch starke Windböen wurde das Feuer weiter angefacht und erschwerte die Löscharbeiten.

Aufgrund der fortgeschrittenen Brandausbreitung konzentrierten sich die Maßnahmen zunehmend auf die Außenbrandbekämpfung. Hier kamen mehrere Strahlrohre sowie Wenderohre über die Drehleitern zum Einsatz.

Der betroffene Bereich in der Straße Strom&Gas wurde vom Energieversorger abgeschaltet.

Da es sich um einen langen und kraftraubenden Einsatz handelte, wurde über den Verpflegungszug des Deutschen Roten Kreuzes eine Versorgung mit Getränken und Snacks sichergestellt. Zur Unterstützung bei den Nachlöscharbeiten und zum Erreichen aller Glutnester wurde die Fachgruppe Räumen des Technischen Hilfswerks kurz vor Mitternacht angefordert. Mit ihrer Hilfe konnten die betroffenen Dachteile entfernt und tiefer liegende Glutnester gelöscht werden.

Gegen zwei Uhr konnte der Regionalleitstelle „Feuer aus“ gemeldet werden. Die Bewohner der beiden Häuser wurden medizinisch untersucht und anschließend im Bürgerhaus Alveslohe von einem Team der Psychosozialen Notfallversorgung betreut.

Insgesamt waren etwa 200 Einsatzkräfte im Einsatz.

Zu Brandursache und Schadenshöhe konnte von der Feuerwehr keine Angabe gemacht werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Um 08:25 Uhr verließen die letzten Feuerwehrkräfte die Einsatzstelle.

Eingesetzte Kräfte: Freiwillige Feuerwehr Alveslohe, Henstedt-Ulzburg, Ellerau, Kaltenkirchen, Schmalfeld, Hartenholm, Langeln (Kreis Pinneberg), Bilsen (Kreis Pinneberg), Kreisfeuerwehrverband Segeberg mit stv. Kreiswehrführer, Wechsellader und zwei Pressesprechern, Technisches Hilfswerk: Fachgruppe Räumen der Ortsverbände Kaltenkirchen und Wandsbek, Deutsches Rotes Kreuz: Fachberater und Verpflegung- und Betreuungszug Süd, Malteser Norderstedt Psychosoziale Notfallversorgung-B: drei Einsatzkräfte, Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein mit drei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug, Polizei Segeberg und Pinneberg, Energieversorger Gas&Strom.

Quelle: Presseportal

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