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Husum: Polizei warnt vor „Love Scamming“

Die Kriminalpolizei Husum ermittelt in drei Fällen von „Love Scamming“. Opfer erleiden Vermögensschäden. Polizei warnt vor Betrugsmasche.

Foto: unsplash

Kreis Nordfriesland (ost)

Derzeit führt die Kriminalpolizei Husum Ermittlungen in drei Fällen von sogenanntem „Love Scamming“ durch. In zwei Fällen gab es finanzielle Verluste. Die Polizei warnt dringend vor dieser Betrugsmasche.

Vor über zwei Jahren knüpfte ein 55-jähriger Mann aus dem Kreisgebiet den ersten Kontakt zu seinem Scammer über Instagram. Mit steigender Sympathie erfüllte er die Bitten des Betrügers, Geld in Form von Gutscheinkarten zu überweisen. Im Laufe der Zeit nahm der arglose Geschädigte Kredite in mittlerer fünfstelliger Höhe auf, um den Forderungen nachzukommen.

In einem anderen Fall überwies eine 73-jährige Bewohnerin des Kreises einen mittleren vierstelligen Betrag an einen Mann, nachdem dieser ihr von seiner angeblichen Notlage berichtet hatte. Der vermutlich aus dem Irak stammende Mann hatte über Instagram und WhatsApp Kontakt zur Geschädigten aufgenommen und ihr Vertrauen gewonnen. Die Gutgläubigkeit der Rentnerin wurde ihr zum Verhängnis.

Im dritten Fall gab es bei einer 65-jährigen Seniorin nur eine Geldforderung. Über Facebook lernte sie einen Mann kennen, mit dem sie eine Beziehung erhoffte. Bereits nach kurzer Zeit bat er sie, ihm Guthabenkarten zu schicken. Ein geplantes Treffen fand nie statt. Glücklicherweise hatte sie dem Täter keine Guthabenkarten geschickt.

Beim „Love Scamming“ nehmen hauptsächlich im Ausland lebende Personen Kontakt zu Frauen und Männern in sozialen Netzwerken oder Dating-Portalen auf und täuschen mit einem vertrauenserweckenden Profil ein ernsthaftes Interesse an dem späteren Opfer vor. Nachdem eine starke Zuneigung entstanden ist, geben die Täter vor, zum Beispiel durch Unfall, Krankheit oder Diebstahl unverschuldet in Geldnöte geraten zu sein, die in hohen Geldforderungen münden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.polizei-beratung.de.

Kontakt:

Polizeidirektion Flensburg
Norderhofenden 1
24937 Flensburg
Dennis Bremer
Telefon: 0461 / 484 2011
E-Mail: pressestelle.flensburg@polizei.landsh.de

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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.

Cybercrime-Statistiken in Schleswig-Holstein für 2021/2022

Die Cyberkriminalitätsraten in Schleswig-Holstein zwischen 2021 und 2022 sind rückläufig. Im Jahr 2021 wurden 3035 Fälle registriert, wovon 940 gelöst wurden. Es gab insgesamt 787 Verdächtige, darunter 544 Männer, 243 Frauen und 127 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2022 wurden 2966 Fälle gemeldet, von denen 815 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 693, davon waren 475 Männer, 218 Frauen und 137 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 29667 Fällen.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 3.035 2.966
Anzahl der aufgeklärten Fälle 940 815
Anzahl der Verdächtigen 787 693
Anzahl der männlichen Verdächtigen 544 475
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 243 218
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 127 137

Quelle: Bundeskriminalamt

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