Neue Beweismittel führen zu Verdacht auf versuchtes Tötungsdelikt. Mordkommission übernimmt Ermittlungen gegen den Beschuldigten.
Itzehoe: 24-Jähriger in Untersuchungshaft

Elmshorn (ost)
Gemeinsame Mitteilung von Staatsanwaltschaft Itzehoe und Polizeidirektion Itzehoe
Nach dem Vorfall am vergangenen Sonntag in Elmshorn haben neue Beweise zu einer geänderten Einschätzung des Geschehens geführt. Es besteht nun der Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts. Die Mordkommission der Bezirkskriminalinspektion Itzehoe hat die Ermittlungen gegen den beschuldigten 24-jährigen Deutschen übernommen.
Nach den bisherigen Informationen kam es am Sonntagmorgen, 30.08.2026, gegen 06:35 Uhr vor einer Gaststätte in der Panjestraße zu einer Auseinandersetzung zwischen dem 24-Jährigen und einem 34-jährigen Mann. Später soll der Beschuldigte den 34-Jährigen mit einem scharfen Gegenstand schwer verletzt haben.
Aufgrund neuer Beweise ergaben sich im Laufe der weiteren Untersuchungen Hinweise auf ein versuchtes Tötungsdelikt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Itzehoe erließ das Amtsgericht Itzehoe einen Haftbefehl gegen den 24-Jährigen. Am Freitagmorgen wurde der Beschuldigte von Polizeibeamten festgenommen und vor das Amtsgericht Itzehoe gebracht, wo ihm der Haftbefehl verkündet wurde. Der 24-Jährige befindet sich jetzt in Untersuchungshaft.
Die Mordkommission der Bezirkskriminalinspektion Itzehoe führt die weiteren Ermittlungen durch.
Maxi Wantzen, Staatsanwaltschaft Itzehoe
Anna Albrink, Polizeidirektion Itzehoe
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Schleswig-Holstein für 2022/2023
Die Mordraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden 70 Fälle registriert, von denen 55 gelöst wurden. Es gab insgesamt 62 Verdächtige, darunter 56 Männer und 6 Frauen. 29 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der Mordfälle leicht auf 74, wobei 66 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 77, darunter 67 Männer und 10 Frauen. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 28 konstant. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70 | 74 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 55 | 66 |
| Anzahl der Verdächtigen | 62 | 77 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 56 | 67 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6 | 10 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 29 | 28 |
Quelle: Bundeskriminalamt








