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Itzehoe: Call ID Spoofing – Betrug durch falschen Bankmitarbeiter

Die Polizei warnt vor der Betrugsmasche des „Falschen Bankmitarbeiters“ im Online-Banking. Organisierte Banden versuchen durch manipulative Gesprächsführung Zugang zu den Konten zu erlangen.

Foto: unsplash

Itzehoe (ost)

Die Polizei in Itzehoe warnt vor dem Betrugstrick des „Falschen Bankmitarbeiters“ beim Online-Banking. Im letzten Monat gab es in der Kriminalpolizei Itzehoe wiederholt Fälle dieses Phänomens.

Der Betrug durch „Falsche Bankmitarbeiter“ ist ein schon länger bekanntes kriminelles Phänomen, das der sogenannten Call-Center-Kriminalität ähnelt, wie zum Beispiel dem Enkeltrick oder dem Schockanruf. Dahinter stecken meist organisierte Banden, die versuchen, durch manipulative Telefonate Zugang zu den Konten ihrer Opfer zu erhalten.

Die Täter rufen unter einer gefälschten Telefonnummer einer örtlichen Bank das Opfer an und geben vor, über angebliche Unregelmäßigkeiten im Online-Banking informieren zu wollen. Im Verlauf des Gesprächs senden sie dem Angerufenen eine pushTAN per SMS mit einem Link und fordern ihn auf, online Eingaben zu machen. Durch die Eingabe der TAN oder die Weitergabe von Zugangsdaten können die Täter auf die Konten zugreifen und zum Beispiel Gutscheinkarten kaufen oder Auslandsüberweisungen tätigen. Außerdem können sie mit der TAN die Konten der Opfer mit ihren Smartphones verknüpfen und weitere Einkäufe und Bargeldabhebungen vornehmen.

Um sich vor diesem Trick zu schützen, möchten wir einige Sicherheitshinweise geben: 1. Geben Sie TANs nur für Transaktionen und Aktionen im Online-Banking ein, die Sie selbst initiiert haben. Handeln Sie niemals auf Aufforderung von Dritten. 2. Beachten Sie, dass ein Bankmitarbeiter niemals nach einer TAN, einem Passwort oder einer PIN für Ihre Konten und Karten fragen wird. 3. Wenn Sie Zweifel haben, ob Sie mit einem echten Bankmitarbeiter sprechen, rufen Sie die Nummer zurück oder kontaktieren Sie Ihre Bank über eine Nummer, die Sie unabhängig recherchiert haben. 4. Wenn Sie trotzdem sensible Zahlungsdaten preisgegeben oder Eingaben gemacht haben, nehmen Sie sofort Kontakt mit Ihrer Hausbank und der Polizei auf. 5. Erstatten Sie Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle. Seien Sie schnell und zögern Sie nicht. Für Ihr Erspartes könnte es bereits nach einer Stunde zu spät sein!

Jochen Zimmermann

Kontakt:

Polizeidirektion Itzehoe
Stabsstelle/Öffentlichkeitsarbeit
Große Paaschburg 66, 25524 Itzehoe
Telefon: +49 (0) 4821 602 – 2010
+49 (0) 4821-602 2011
Mobil: +49 (0) 171 290 11 07
0171-3375356
E-Mail: pressestelle.itzehoe@polizei.landsh.de

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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.

Cybercrime-Statistiken in Schleswig-Holstein für 2021/2022

Die Cyberkriminalitätsraten in Schleswig-Holstein zwischen 2021 und 2022 sind rückläufig. Im Jahr 2021 wurden 3035 Fälle registriert, wovon 940 gelöst wurden. Es gab insgesamt 787 Verdächtige, darunter 544 Männer, 243 Frauen und 127 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2022 wurden 2966 Fälle gemeldet, von denen 815 gelöst wurden. Es gab 693 Verdächtige, darunter 475 Männer, 218 Frauen und 137 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 29667 Fällen.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 3.035 2.966
Anzahl der aufgeklärten Fälle 940 815
Anzahl der Verdächtigen 787 693
Anzahl der männlichen Verdächtigen 544 475
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 243 218
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 127 137

Quelle: Bundeskriminalamt

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