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Itzehoe: Drogenhandel in Elmshorn, Kriminalpolizei durchsucht Räumlichkeiten

Die Kriminalpolizei Elmshorn durchsuchte sieben Räumlichkeiten in Elmshorn, fand Drogen und Geld. Haupttatverdächtiger sitzt in Untersuchungshaft.

Foto: Depositphotos

Elmshorn (ost)

Seit dem Beginn des Jahres 2026 hat die Kriminalpolizei Elmshorn – speziell die Ermittlungsgruppe Rauschgift – eine Untersuchung gegen eine Gruppe von Männern eingeleitet, die verdächtigt werden, im Stadtgebiet Elmshorn mit harten Drogen gehandelt zu haben.

Im Zuge der intensiven Ermittlungen konnten den Verdächtigen insgesamt sieben private und geschäftliche Räumlichkeiten in Elmshorn zugeordnet werden, die am 22.04.2026 durchsucht wurden. Bei den Durchsuchungen wurden umfangreiche Beweismittel in Form von Kokain, Heroin und Cannabis sowie ein vierstelliger Bargeldbetrag sichergestellt. Die Durchsuchungen wurden zuvor auf Antrag der Staatsanwaltschaft Itzehoe von einer Richterin am Amtsgericht Itzehoe angeordnet.

Der 36-jährige türkische Hauptbeschuldigte aus Elmshorn wurde am folgenden Tag dem Amtsgericht Itzehoe vorgeführt. Der Amtsrichter erließ einen Haftbefehl aufgrund der Wiederholungsgefahr. Der Mann befindet sich derzeit in Untersuchungshaft in der JVA Itzehoe.

Die beiden anderen Beschuldigten aus Elmshorn (37 Jahre, männlich, deutsch und 57 Jahre, weiblich, deutsch) wurden nach den ersten polizeilichen Maßnahmen freigelassen.

Alle Beteiligten müssen sich nun in einem Strafverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz wegen des Verdachts des Handels mit nicht geringen Mengen von Betäubungsmitteln verantworten.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle erfasst, wovon 9931 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 8645, wobei 7470 männliche und 1175 weibliche Verdächtige waren. 1664 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 wurden 10.838 Fälle registriert, von denen 9644 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 8326, wobei 7225 männliche und 1101 weibliche Verdächtige waren. 1795 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.944 10.838
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.931 9.644
Anzahl der Verdächtigen 8.645 8.326
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.470 7.225
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.175 1.101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.664 1.795

Quelle: Bundeskriminalamt

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