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Itzehoe: Durchsuchung von Betrieben in Pinneberg

Die Polizei durchsuchte mehrere Gewerbebetriebe in der Innenstadt und beschlagnahmte Betäubungsmittel, illegale Glücksspielgeräte und andere Beweismittel. Ein 34-jähriger Syrer wurde festgenommen und die Beweismittel werden nun ausgewertet.

Foto: Depositphotos

Pinneberg (ost)

Am Mittwoch hat die Polizei in Pinneberg in Kooperation mit anderen Behörden mehrere Geschäftsräume in der Innenstadt von Pinneberg durchsucht und dabei Drogen, Medikamente, illegale Glücksspielgeräte und andere Beweismittel beschlagnahmt.

Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen einen 34-jährigen syrischen Staatsbürger wegen Drogenhandels und Beteiligung an illegalem Glücksspiel vollstreckte die Polizei einen Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Itzehoe, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Itzehoe erlassen wurde. Dabei wurden ein Kiosk in der Bahnhofstraße, die Wohnräume des Betreibers, ein Café im Fahltskamp und ein Shisha-Shop in der Bahnhofstraße durchsucht.

Neben dem Polizeirevier Pinneberg und der Kriminalinspektion Pinneberg waren auch Einsatzkräfte des Polizeireviers Bad Segeberg und des Zolls sowie Beamte des Ordnungsamtes der Stadt Pinneberg und der Ausländerbehörde des Kreises Pinneberg an dem Einsatz beteiligt. Zwei Diensthunde des Zolls wurden ebenfalls eingesetzt.

Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten neben kleinen Mengen Drogen auch große Mengen verschreibungspflichtiger und teilweise illegaler Medikamente, unversteuerte und nicht zugelassene E-Zigaretten, gefälschte Markenprodukte und illegalen Oraltabak (Snus) sicher, sowie Bargeld im mittleren vierstelligen Bereich, zwei Handys und zwei illegale Glücksspielgeräte. Die Beweismittel werden nun ausgewertet und voraussichtlich zu weiteren Strafverfahren führen.

Die Stadt Pinneberg übergab dem Betreiber von Kiosk und Café eine schriftliche Gewerbeuntersagung, die ihm fünf Tage Zeit gibt, seinen Betrieb einzustellen.

Während des etwa vierstündigen Einsatzes musste die Polizei einen Teil der Bahnhofstraße sperren.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Schleswig-Holstein für 2022/2023

Die Drogenraten in Schleswig-Holstein zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 10.944 Fälle erfasst, wobei 9.931 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 8.645, wovon 7.470 männlich und 1.175 weiblich waren. 1.664 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der erfassten Fälle auf 10.838, wobei 9.644 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 8.326, darunter 7.225 männliche und 1.101 weibliche Verdächtige. 1.795 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 10.944 10.838
Anzahl der aufgeklärten Fälle 9.931 9.644
Anzahl der Verdächtigen 8.645 8.326
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.470 7.225
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.175 1.101
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.664 1.795

Quelle: Bundeskriminalamt

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